Geldkurs
Der Geldkurs ist der Preis, den ein Käufer höchstens für Krypto zahlen möchte. Meist ist damit der höchste offene Kaufpreis gemeint: der beste Geldkurs.
Was ist ein Geldkurs?
Auf einer Handelsplattform sind Kauf- und Verkaufsorders häufig in einem Orderbuch aufgeführt. Es zeigt, wer kaufen und verkaufen möchte. Die höchste Kauforder bestimmt den besten Geldkurs.
Der Geldkurs entspricht nicht immer dem Preis der letzten Transaktion. Dieser Preis stammt von einer Order, die bereits ausgeführt wurde.
Wenn du mit einer Market Order sofort verkaufst, wird die verkaufte Krypto in der Regel zu den höchsten verfügbaren Geldkursen verkauft. Ist deine Verkaufsorder größer als die Menge, die zu diesen Kursen angeboten wird, kann ein Teil zu einem niedrigeren Preis verkauft werden.
Ein Beispiel für einen Geldkurs
Gibt es eine Kauforder für 0,5 Bitcoin zu 50.000 € pro Bitcoin und ist dies das höchste Gebot, dann beträgt der beste Geldkurs 50.000 €.
Verkaufst du anschließend 0,1 Bitcoin mit einer Market Order, erhältst du bei unveränderten Orders 5.000 € vor Handelsgebühren. Das gilt nur, solange bei diesem Geldkurs genügend Kaufvolumen verfügbar ist.
Warum ist der Geldkurs bei Krypto wichtig?
Der Geldkurs hilft dir einzuschätzen, welchen Preis du möglicherweise zu diesem Zeitpunkt erhältst, wenn du eine begrenzte Menge Krypto verkaufst. Der Preis ist nicht garantiert: Ein Käufer kann die Order zurückziehen oder jemand anderes kann sie vorher ausführen.
In Krypto-Nachrichten taucht der Begriff häufig im Zusammenhang mit Spreads und Liquidität auf. Liquidität bezeichnet hier die verfügbaren Kauf- und Verkaufsorders. Der Unterschied zwischen dem besten Geldkurs und dem niedrigsten Verkaufspreis heißt Bid-Ask-Spread. Dieser Spread ist neben möglichen Plattformgebühren ein Bestandteil der Handelskosten.
Geldkurse können sich je nach Handelsplattform und Handelspaar unterscheiden, da jedes Orderbuch eigene Orders enthält. Ein hoher Geldkurs bedeutet auch nicht automatisch, dass der Preis steigen wird.