Mempool
Ein Mempool ist ein digitaler Warteraum für Krypto-Transaktionen, die noch nicht bestätigt wurden. Der Name stammt vom englischen Begriff „Memory Pool“.
Was ist ein Mempool?
Wenn du Krypto von deiner Krypto-Wallet versendest, landet die Transaktion nicht sofort auf der Blockchain. Zunächst prüfen Computer im Netzwerk, ob alles korrekt ist. Anschließend kann die Transaktion in einem Mempool warten.
Es gibt keinen zentralen Mempool. Jeder Node, also ein Computer, der am Netzwerk teilnimmt, hat eine eigene Liste mit unbestätigten Transaktionen. Teilnehmer, die neue Blöcke hinzufügen, wählen Transaktionen aus dieser Liste aus.
Transaktionen mit einer höheren Netzwerkgebühr werden meist zuerst berücksichtigt. Bei hoher Auslastung kann deine Transaktion deshalb länger warten.
Ein Beispiel für einen Mempool
Du sendest Krypto an jemanden und wählst eine niedrige Netzwerkgebühr. Deine Transaktion ist gültig, wartet aber im Mempool, weil andere Transaktionen eine höhere Gebühr haben.
Sobald ein neuer Block deine Transaktion aufnimmt, ist sie auf der Blockchain bestätigt. Wenn eine Transaktion lange wartet oder aus dem Mempool verschwindet, bedeutet das nicht, dass deine Krypto verloren ist. Die Transaktion wurde dann nicht bestätigt und deine Krypto bleibt in deiner Wallet.
Warum ist ein Mempool in der Kryptowelt wichtig?
Der Mempool erklärt, warum eine Krypto-Transaktion manchmal nicht sofort ankommt. Wenn mehr Transaktionen anstehen, als in neue Blöcke passen, nehmen Wartezeiten und Netzwerkgebühren häufig zu.
In Krypto-Nachrichten ist möglicherweise von einer hohen Netzwerkauslastung oder einem vollen Mempool die Rede. Das bedeutet, dass viele Menschen gleichzeitig Transaktionen versenden. Das Netzwerk funktioniert weiterhin, aber die Verarbeitung kann länger dauern und teurer sein.
Ein voller Mempool bedeutet nicht automatisch, dass mit einer Blockchain etwas nicht stimmt. Er zeigt vor allem, dass vorübergehend eine hohe Nachfrage nach dem begrenzten Platz in neuen Blöcken besteht.