Ponzi-Schema
Ein Ponzi-Schema ist Anlagebetrug, bei dem das Geld neuer Teilnehmer genutzt wird, um frühere Teilnehmer auszuzahlen. Die Rendite wird also nicht durch echte Gewinne erwirtschaftet.
Was ist ein Ponzi-Schema?
Der Organisator verspricht oft hohe oder garantierte Renditen. Frühe Teilnehmer werden manchmal tatsächlich ausgezahlt. Das schafft Vertrauen und zieht neue Teilnehmer an.
Mit ihren Einzahlungen werden anschließend frühere Teilnehmer bezahlt. Das System funktioniert nur, solange ständig neues Geld hineinfließt. Nimmt dieser Zufluss ab, reichen die Mittel oft nicht mehr für Auszahlungen. Teilnehmer können dann Geld verlieren.
Ein Beispiel für ein Ponzi-Schema
Angenommen, ein Organisator verspricht eine Investition mit fester Rendite. Die ersten Teilnehmer erhalten diese Rendite, doch sie stammt nicht aus echten Gewinnen. Das Geld kommt von Menschen, die später einsteigen.
Wenn weniger neue Menschen Geld einzahlen, kann der Organisator nicht mehr zahlen. Dann bricht das Konstrukt zusammen.
Warum sind Ponzi-Schemata in Krypto relevant?
Ponzi-ähnliche Konstrukte können bei Krypto-Projekten vorkommen, zum Beispiel im Bereich DeFi. DeFi ist ein Sammelbegriff für Finanzdienstleistungen mit Krypto ohne traditionelle Vermittler. Auch gefälschte ICOs, bei denen neue Token angeboten werden, können solche Merkmale aufweisen.
Achte deshalb auf Versprechen extrem hoher oder garantierter Renditen. Auch ein unklarer Geschäftsansatz, undurchsichtige Erklärungen und Probleme bei Auszahlungen sind Warnzeichen. Ein solches Anzeichen ist nicht automatisch ein Beweis für Betrug, verdient aber besondere Aufmerksamkeit.
Ein Ponzi-Schema ist nicht genau dasselbe wie ein Schneeballsystem. Bei einem Ponzi-Schema wirbt der Organisator in der Regel neue Teilnehmer an. Bei einem Schneeballsystem müssen die Teilnehmer selbst neue Mitglieder gewinnen.