Quantencomputing
Quantencomputing ist eine Art zu rechnen, bei der Regeln aus der Quantenphysik zum Einsatz kommen. Es ist keine Krypto, kann sich aber auf die Sicherheit von Krypto auswirken.
Was ist Quantencomputing?
Ein gewöhnlicher Computer rechnet mit Bits. Ein Bit ist immer entweder eine 0 oder eine 1. Ein Quantencomputer verwendet Qubits. Ein Qubit kann eine Kombination aus 0 und 1 beschreiben. Das nennt man Superposition.
Dadurch kann ein Quantencomputer bestimmte Probleme möglicherweise schneller lösen. Das gilt nicht für jede Aufgabe. Welcher Computer besser geeignet ist, hängt vom Problem und dem verwendeten Rechenprogramm ab.
Ein Beispiel für Quantencomputing
Angenommen, ein Angreifer kennt den öffentlichen Schlüssel einer Krypto-Wallet. Dieser Schlüssel darf sichtbar sein. Der private Schlüssel muss geheim bleiben, denn mit ihm lassen sich Transaktionen signieren.
Ein ausreichend leistungsstarker und zuverlässiger Quantencomputer könnte bei einem anfälligen System möglicherweise den privaten Schlüssel berechnen. Der Angreifer könnte dann unbefugte Transaktionen signieren. Das ist ein theoretisches Szenario und keine Beschreibung eines tatsächlich ausgeführten Angriffs.
Warum ist Quantencomputing für Krypto wichtig?
Viele Kryptowährungen verwenden digitale Signaturen. Damit prüft das Netzwerk, ob jemand berechtigt ist, Krypto auszugeben. Quantencomputing könnte für einige dieser Signaturen künftig ein Risiko darstellen.
Deshalb taucht der Begriff in Berichten über Sicherheitsforschung und Post-Quanten-Kryptografie auf. Dabei handelt es sich um Sicherheitsmethoden, die Angriffen durch gewöhnliche Computer und Quantencomputer standhalten sollen. Eine solche Veränderung könnte Anpassungen an Blockchain-Protokollen, Wallet-Software und der Art erfordern, wie Nutzer Krypto übertragen.
Quantencomputer setzen nicht automatisch die gesamte Sicherheit von Krypto außer Kraft. Dafür wäre sehr viel zuverlässige Rechenleistung nötig, und es gibt kein allgemein anerkanntes Datum, ab dem dies praktisch möglich sein könnte. Auch bedeutet die Behauptung, ein Projekt sei „quantum-sicher“, nicht automatisch, dass es sicher ist.