Seedless Wallet
Eine Seedless Wallet ist eine Krypto-Wallet, für die du keine Seed Phrase mit Wiederherstellungswörtern aufbewahren musst. Zugriff und Wiederherstellung funktionieren dann auf andere Weise.
Was ist eine Seedless Wallet?
Bei vielen Wallets erhältst du eine Reihe von Wiederherstellungswörtern. Damit kannst du deine Wallet wiederherstellen, wenn du dein Smartphone verlierst. Bei einer Seedless Wallet musst du diese Wörter nicht selbst aufschreiben und aufbewahren.
Die Wallet verwendet weiterhin kryptografische Schlüssel, um Transaktionen zu genehmigen. Dabei handelt es sich um geheime digitale Daten, die belegen, dass du deine Zustimmung gibst. Die Wiederherstellung kann beispielsweise über ein zweites Gerät, ausgewählte Vertrauenspersonen oder ein Verfahren des Anbieters erfolgen.
Die Krypto befindet sich nicht direkt in der Wallet-App. Die Wallet ermöglicht dir den Zugriff auf deine Krypto über die Blockchain. Wie eine Seedless Wallet genau funktioniert, unterscheidet sich je nach Anbieter.
Ein Beispiel für eine Seedless Wallet
Angenommen, für den Zugriff sind zwei von drei Schlüsseln erforderlich. Ein Schlüssel befindet sich auf deinem Smartphone, einer auf einem separaten Wiederherstellungsgerät und einer bei einer vertrauenswürdigen Person, die dich bei der Wiederherstellung unterstützt.
Verlierst du dein Smartphone, können das Wiederherstellungsgerät und die Vertrauensperson gemeinsam die Freigabe eines neuen Schlüssels ermöglichen. Dafür brauchst du keine Wiederherstellungswörter.
Warum ist eine Seedless Wallet für Krypto wichtig?
Seedless Wallets sollen die Nutzung von Krypto für Anfänger einfacher machen. Du musst keine lange Wortfolge sicher aufbewahren. Deshalb taucht der Begriff in Beiträgen über Wallet-Sicherheit, benutzerfreundliche Krypto-Apps und neue Möglichkeiten zur Genehmigung von Transaktionen auf.
Keine Seed Phrase zu verwenden bedeutet nicht automatisch, dass eine Wallet sicherer ist. Du kannst weiterhin den Zugriff verlieren, wenn notwendige Geräte, Konten oder Wiederherstellungsmittel nicht mehr verfügbar sind. Angreifer könnten außerdem versuchen, Wiederherstellungskonten, Geräte oder Vertrauenspersonen zu kompromittieren.
Eine einfache Anmeldung sagt auch nicht automatisch aus, wer die Kontrolle hat. Bei manchen Wallets kann der Anbieter an der Wiederherstellung beteiligt sein. Informiere dich deshalb über die konkreten Regeln: Wer kann Transaktionen genehmigen, wer kann eine Wiederherstellung verhindern und lässt sich die Wallet problemlos auf eine andere Software übertragen?