Taker Fee
Eine Taker Fee ist eine Handelsgebühr auf einer Krypto-Börse mit einem Orderbuch. Du zahlst diese Gebühr, wenn du eine bestehende Kauf- oder Verkaufsorder direkt ausführst.
Was ist eine Taker Fee?
Ein Orderbuch zeigt offene Orders zum Kauf oder Verkauf von Krypto. Wenn du direkt eine bereits dort platzierte Order auswählst, bist du ein Taker. Damit führst du eine verfügbare Order aus dem Orderbuch aus.
Eine Market Order ist in der Regel eine Taker Order, da sie sofort ausgeführt werden soll. Auch eine Limit Order kann eine Taker Order sein. Das ist der Fall, wenn dein Preis sofort mit einer bestehenden Order übereinstimmt.
Die Kryptobörse berücksichtigt also die Ausführung deiner Order und nicht nur den gewählten Ordertyp. Auf vielen Kryptobörsen ist eine Taker Fee höher als eine Maker Fee. Ein Maker platziert dagegen eine Order, die zunächst im Orderbuch stehen bleibt.
Ein Beispiel für eine Taker Fee
Du möchtest sofort Krypto im Wert von 1.000 € kaufen. Die Kryptobörse berechnet eine Taker Fee von 0,35 %. Dann zahlst du 3,50 € an Handelsgebühren.
Deine Order wird sofort mit Verkaufsorders ausgeführt, die bereits im Orderbuch standen. Deshalb bist du ein Taker und es gilt der Taker-Tarif.
Warum ist eine Taker Fee bei Krypto wichtig?
Taker Fees werden häufig in Angaben zu den Handelsgebühren auf Kryptobörsen aufgeführt. Achte dabei auf den Tarif für das passende Handelspaar und Produkt. Die Gebühren können je nach Plattform unterschiedlich sein.
Eine niedrigere Gebühr bedeutet nicht immer, dass auch deine Gesamtkosten geringer sind. Bei wenigen offenen Orders kann eine Market Order zu mehreren Preisen ausgeführt werden. Das nennt man Slippage; sie ist unabhängig von der Taker Fee.
Eine Taker Fee bedeutet auch nicht, dass deine Order immer zu einem einzigen festen Preis ausgeführt wird. Wenn du schnell handeln möchtest, können neben der Gebühr daher auch Preisunterschiede und der Spread eine Rolle spielen.