333 Millionen Dollar Betrug: Südkorea nimmt Crypto-Verbrechen ins Visier
Die südkoreanische Polizei demontiert ein großes Crypto-Betrugsnetzwerk.

Die südkoreanische Polizei demontiert ein großes Crypto-Betrugsnetzwerk. Das meldete Cryptonews am 30. Mai 2023. Der gesamte Betrugsschaden beläuft sich auf 333 Millionen Dollar. Hunderte von Opfern sollen betroffen sein.
Die größere Betrugsoperation wurde zwischen 2020 und 2021 von zwei Tätern durchgeführt. Sie verkauften "digitale Kleidung" auf einem Online-P2P-Marktplatz. Dazu gehörten "virtuelle" Kleider, aber auch traditionelle koreanische und japanische Kleidung, darunter Hanbok- und Kimono-Stücke. Die Plattform hatte auch eine eigene Kryptowährung.
Die Betrüger schöpften 333 Millionen Dollar von 435 Opfern ab. Die Betreiber errichteten ein Pyramidensystem mit mehreren Ebenen, um neue "Mitglieder" für die Marktplatz anzuziehen. Im Gegenzug wurden ihnen hohe Zinsraten versprochen – bis zu 16 Prozent pro Tag.
Crypto-Betrug nimmt in Südkorea zu
Die südkoreanische Regierung hat die Verfolgung von Kryptokriminalität zu einer ihrer Top-Prioritäten für 2023 gemacht. Sie hat das "Virtual Currency Tracking System" eingeführt, um Geldwäsche mit Kryptowährungen zu bekämpfen. Im Jahr 2022 handelten südkoreanische Bürger mit 5,6 Billionen Won (4,3 Milliarden Dollar) an „illegalen“ Krypto-Börsen, laut Cointelegraph.
In Südkorea wohnt auch der bekannte Crypto-Betrüger Do Kwon. Er wurde im März 2023 von Interpol festgenommen. Behörden ermitteln gegen den Gründer von Terra Luna. Das Krypto-Ökosystem stürzte im letzten Jahr ein. Der Schaden belief sich auf rund 40 Milliarden Dollar. Der Crash war einer der Treiber für den gegenwärtigen Bärenmarkt.