7 Tipps für deine erste Bitcoin-Investition
Sollst du in Bitcoin investieren – ja oder nein?

Sollst du in Bitcoin investieren – ja oder nein?? Die aktuelle Marktsituation könnte gute Einstiegsmöglichkeiten bieten. Zumindest, wenn du weißt, was du tust. Mit diesen 7 Tipps ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass etwas schiefgeht.
Eine niedrige Bitcoin-Preis und eine angespannte internationale Wirtschaftslage sind eine Einladung zum Investieren. Zumindest, wenn du die Grundprinzipien des Investierens befolgst. Zusätzlich wurden sie an der Börse immer wieder gesagt:
"Kaufe, wenn die Kanonen donnern. Verkaufe, wenn die Geigen spielen."
Alte Börsenweisheit
Damit deine erste Bitcoin-Investition erfolgreich wird, haben wir einige Grundprinzipien zusammengestellt, die jeder Anleger kennen sollte.
1. Wann kommen die Bitcoin-Bullen? Erkenne die Phasen
Im Bereich der Geldanlage wird zwischen steigenden und fallenden Märkten unterschieden. In einem Bullenmarkt ist die Stimmung grundsätzlich positiv ("bullish") und die Kurse steigen. Ein Bärenmarkt ist, wenn die Kurse fallen. Die Stimmung ist in der Regel negativ oder abgegrenzt als "bearish".
Zwischen diesen beiden Momenten gibt es auch einen Seitwärtsmarkt, in dem nicht viel passiert. Die Preise bewegen sich ohne größere Schwankungen. Aber die Tatsache, dass die Preise nach Norden klettern, bedeutet nicht zwangsläufig, dass es ein Bullenmarkt ist. Traditionell spricht man erst dann von einem Bullenmarkt, wenn die Preise seit dem letzten Tiefpunkt um mindestens 20 Prozent gestiegen sind. Alles darunter gilt als "Rallye".
Ein Crash beschreibt hingegen die Phase, in der die Preise mit einem Schlag zusammenbrechen. Passiert dies während eines Bullenmarkts, dreht es sofort in einen Bärenmarkt um, wenn der Crash 20 Prozent erreicht. Sinkt der Kurs jedoch nur kurz, spricht man von einer Korrektur während eines Bullenmarkts.
2. Lass die Emotionen raus
FUD und FOMO sind keine Freunde einer guten Investition. FOMO ("Fear of Missing Out") bedeutet die Angst, etwas zu verpassen. Diese Angst führt oft zu übereilten Entscheidungen. Dann passiert es, dass du Geld in ein Projekt steckst, nur weil es gerade im Trend liegt. Es bleibt kaum Zeit für eigene Recherchen.
FOMO tritt häufig in steigenden Marktphasen auf. Wenn der Bitcoin stark steigt, ist das oft eine Schlagzeile: Medien berichten plötzlich über starke Kursanstiege im Kryptomarkt, obwohl sie sonst selten etwas darüber berichten. Das zieht unerfahrene Anleger an, die jetzt mitmischen möchten. Wenn es schlecht läuft, entsteht Überhitzung oder sogar eine Blase – und wenn du dann nicht weißt, was du tun sollst, verlierst du einen Teil deines Einsatzes.
3. Blase dein Budget nicht auf
Wie vermeidest du solche voreiligen Reaktionen? Setze nie mehr Geld ein, als du zu verlieren bereit bist. Du solltest nur Geld investieren, das du in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht benötigen wirst. Geld zu riskieren, auf das du angewiesen bist, kann eine FUD-Trigger sein. Wenn jemand um sein Geld fürchtet, neigt er eher dazu, alles zu retten, was noch übrig ist.
Wenn du hingegen weißt, dass du nicht auf dieses Geld angewiesen bist, kannst du solche Marktphasen aussitzen. Die Regel lautet hier: Wer durchhält, hat bessere Chancen, sein Ziel zu erreichen.
4. Bitcoin brennt? Realisiere es nicht!
Du machst nur Verluste, wenn du sie realisierst. Selbst wenn dein Portfolio noch rot ist und die Verluste schmerzhaft scheinen: Solange du sie noch nicht verkauft hast, hast du noch keinen Realverlust. Wenn der ganze Markt blutet, kann es sich lohnen, etwas länger zu warten. Vielleicht erholen sich die Preise wieder. In einem fallenden Markt zu verkaufen, ist oft keine gute Idee.
Dasselbe gilt für Gewinne. Wenn alles grün leuchtet und dein Portfolio zu explodieren scheint, kann es Zeit sein, Gewinne mitzunehmen. Natürlich könnte es theoretisch auch weiter nach oben gehen. In der Krypto-Marktphase kann es aber auch sehr schnell nach unten gehen.
5. Finde deine Strategie
Zuerst und vor allem: Es gibt nicht DIE eine richtige Strategie, die für alle passt. Die magische Formel ist auch hier noch nicht gefunden. Aber jeder kann seine eigene Strategie finden. Als Vorbereitung ist es wichtig, bereits vorher zu klären, wann du investierst, wie viel Gewinn du erzielen willst und wie viel Verlust du tragen kannst.
Die Investment-Checkliste:
- Wie viel investiere ich in welchem Zeitraum (Tag/Woche/Monat/Jahr)?
- Was ist der maximale Verlust, den ich verkraften kann?
- Wo stelle ich meine Limit-Order/Stop-Loss-Order ein?
- Wie hoch ist der Gewinn, den ich erzielen möchte?
- Wo platziere ich meine Verkaufs-/Gewinnorder?
Wenn du diese Fragen für dich beantworten kannst, hast du dir schon einen wichtigen Vorteil gegenüber vielen Amateur-Anlegern verschafft: Sicherheit. Denn sobald du dir selbst ein Mindest- und Höchstmaß gesetzt hast, kannst du danach handeln.
6. Bleib deiner Strategie treu
Um deine Ziele zu erreichen, kannst du verschiedene Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die meisten Broker und Börsen bieten eine Stop-Loss-Funktion. Hier gibst du einen bestimmten Preis ein, zu dem die betreffende Kryptowährung verkauft werden soll. Es gibt auch eine Take-Profit-Funktion. Auch hier gibst du den gewünschten Preis ein. Sobald dieser erreicht ist, werden die Coins mit Gewinn für dich verkauft.
Das erspart dir viel Stress und, bei Zweifeln, auch Geld. Indem du den Handel dem Plattform überlässt, musst du nicht den ganzen Tag die Märkte beobachten, sondern kannst dich auch anderen Dingen widmen.
7. Denk über einen Bitcoin-Sparplan nach
Der Cost-Average-Effekt, auch bekannt als Bitcoin-Sparplan, ist eine der weniger stressigen Möglichkeiten, von der Kryptomarkt-Entwicklung zu profitieren. Bei der Cost-Average-Methode investierst du einen festen Betrag zu regelmäßigen Zeitpunkten, meist monatlich.
Durch steigende oder fallende Kurse erhältst du mehr oder weniger Coins für den monatlichen Betrag. Langfristig baust du damit ein solides Portfolio auf. Das Grundprinzip bleibt: Der Durchschnittspreis glättet die Schwankungen der Coin-Preise.