Laut Wall-Street-Legende: Ethereum ist wertloser Mist
Der bekannte Wall-Street-Veteran Peter Brandt hat auf der Social-Media-Plattform X seine unverblümte Meinung zu Ethereum geteilt.

Der bekannte Wall-Street-Veteran Peter Brandt hat auf der Social-Media-Plattform X seine unverblümte Meinung zu Ethereum geteilt. In einer scharfen Reaktion schrieb er: “ETH ist wertloser Mist.”
Brandt, der seit den 70er-Jahren in der Finanzwelt aktiv ist und als einer der erfolgreichsten Trader der Welt gilt, reagierte damit auf eine Beschwerde der Crypto-Journalistin “Web3 Kristel”.
Kristel äußerte ihre Frustration über die Benutzerfreundlichkeit von Ethereum. Sie versuchte USDT (Tether) auf dem Arbitrum-Netzwerk zu USDT auf dem Ethereum-Mainnet zu überweisen, stieß aber auf ein häufiges Problem: fehlendes ETH, um die Transaktionskosten (Gasgebühren) zu bezahlen.
„Ich habe kein ETH auf Arbitrum, um die Gasgebühren zu bezahlen. Und ich kann mein USDT auf Arbitrum nicht gegen ETH auf demselben Netzwerk tauschen, weil ich kein ETH habe, um die Gasgebühren für den Tausch zu bezahlen. Denkt ihr, das ist der Weg, neue Nutzer an Bord zu holen? Dummes System, kaputtes System,“ schrieb sie.
Die Beschwerde von Kristel traf einen Nerv: mehr als 1.300 Nutzer reagierten auf ihren Post, viele mit ähnlichen Erfahrungen.
Ethereum, 2015 gestartet, ist nach Bitcoin die zweitgrößte Kryptowährung der Welt, mit einem Kurs von etwa 1.600 Dollar und einer Marktkapitalisierung von fast 200 Milliarden Dollar. Dennoch ist das Sentiment in letzter Zeit negativ. Seit dem Allzeithoch von 4.800 Dollar im November 2021 steckt das Projekt in schwerer See.
Interne Uneinigkeit, Skandale und ein Mangel an klarer Vision sorgen für Unruhe. Der Kurs hinkt der Konkurrenz hinterher und Nutzer klagen immer häufiger über die komplizierte und umständliche Technologie, ein Hauptgrund, warum eine breitere Adoption ausbleibt.
Dennoch gibt es auch eine andere Stimme: Trotz der Kritik bleibt Ethereum für viele große Institutionen die bevorzugte Wahl, gerade wegen der hohen Sicherheitsstandards. Unternehmen wie BlackRock, Visa und Sony setzen das Netzwerk ein, um große Kapitalmengen zu bewegen.
Der Kampf um Ethereums Zukunft scheint damit noch lange nicht beendet.