Nach dem Fed-Beschluss: Bitcoin steigt auf 99.000 Dollar
Obwohl die Federal Reserve gestern bekanntgab, den US-Leitzins vorerst nicht zu senken, schloss Bitcoin mit einem Plus von etwas über zwei Prozent.

Obwohl die Federal Reserve gestern bekanntgab, den US-Leitzins vorerst nicht zu senken, schloss Bitcoin mit etwas über zwei Prozent im Plus. Damit rückt die Marke von 100.000 Dollar immer näher ins Visier der Anleger.
Die Entscheidung der US-Notenbank erfolgt trotz zunehmenden politischen Drucks des ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Vor einigen Wochen drohte er noch mit der Entlassung von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell, weil dieser laut ihm zu zögerlich in der Zinspolitik handeln würde.
Zwischenzeitlich profitiert Bitcoin von positiven Entwicklungen in den Vereinigten Staaten. Nach New Hampshire hat nun auch Arizona angekündigt, eine strategische BTC-Reserve aufzubauen. Dies stärkt das Vertrauen in die Kryptowährung als alternatives Sparinstrument.
Auch die Marktsentiments bewegen sich mit. Der sogenannte Fear-and-Greed-Index ist auf 65 gestiegen und deutet auf eine gierige Haltung der Anleger hin. Die positive Stimmung spiegelt sich auch in den Kursen der Altcoins wider. Ethereum notierte eine Zunahme von fast vier Prozent, Solana gewann über drei Prozent und XRP stieg um zwei Prozent. Größere Gewinner sind EOS, das zwanzig Prozent zulegte, und Memecoin MOG, der sogar um 35 Prozent nach oben schoss.
Gleichzeitig blicken die globale Wirtschaft gespannt auf neue Handelsabkommen der Vereinigten Staaten. Laut dem Wall Street Journal will Trump diese Woche noch eine Vereinbarung mit dem Vereinigten Königreich präsentieren.
Am Donnerstag folgen neue Signale der US-Wirtschaft. Dann veröffentlicht die Wall Street Daten über die Zahl der neuen Arbeitslosenanträge und eine Umfrage der New Yorker Federal Reserve zu Inflationserwartungen.
Am Samstag ist China dran, das Inflationszahlen für April vorlegt. Wenn sich herausstellt, dass die Verbraucherpreise erneut gefallen sind, könnte die chinesische Zentralbank möglicherweise zusätzliche Konjunkturmaßnahmen ergreifen.
In diesem breiten wirtschaftlichen Umfeld taucht unter Anlegern wieder die klassische Börsenweisheit auf: “Sell in May and go away.” Aber ob das auch für Bitcoin gilt, ist allerdings fraglich.