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Banken setzen Clarity Act wegen Stablecoin-Belohnungen unter Druck

Bankengruppen wollen, dass der Senat Belohnungen über Exchanges und andere Zwischenhändler strenger begrenzt, aus Sorge vor Abflüssen von Bankeinlagen.

Banken setzen Clarity Act wegen Stablecoin-Belohnungen unter Druck

Wichtigste Erkenntnisse

  • US-Banken wollen im Clarity Act strengere Regeln für Stablecoin-Belohnungen vor der Senatsabstimmung am Dienstag.
  • Sie befürchten, dass Belohnungen über Exchanges wie Zinsen wirken und Kunden Geld von Banken in Stablecoins verschieben könnten.
  • Die Debatte ist auch für Europa relevant, weil das Ergebnis Auswirkungen auf Stablecoin-Regeln und die Marktstruktur haben könnte.

US-amerikanische Banken erhöhen den Druck rund um den Clarity Act, während sich der Senat auf eine Abstimmung über den Gesetzentwurf vorbereitet. Acht Bankengruppen wollen, dass die Regeln für Stablecoin-Belohnungen strenger werden, weil sie der Ansicht sind, dass Krypto-Unternehmen andernfalls über Exchanges und andere Zwischenhändler weiterhin zinsähnliche Vorteile anbieten könnten.

Banken fürchten Deposit Flight

Der Brief wurde unter anderem von der American Bankers Association, dem Bank Policy Institute und den Independent Community Bankers of America unterzeichnet. Sie schrieben an den republikanischen Senatsführer John Thune und den demokratischen Minderheitsführer Chuck Schumer und fordern Anpassungen vor der Abstimmung am Dienstag.

Nach Ansicht der Banken lässt die neueste Version der Clarity Act noch Raum für Belohnungen, die in der Praxis wie Zinsen auf Bankeinlagen wirken. Dadurch könnten Kunden Geld von Banken in Stablecoins verschieben. Die Branche warnt schon länger, dass das die Finanzierung der Banken belasten könnte, weil weniger Einlagen auch weniger Spielraum für die Kreditvergabe bedeuten.

Streit um Stablecoin-Belohnungen

Die Debatte zwischen Banken und der Krypto-Branche läuft schon länger. Stablecoins sind inzwischen zu einem Markt im Wert von Hunderten Milliarden Dollar geworden, und Krypto-Führungskräfte sagen, dass Banken das Risiko von Belohnungen überschätzen. Ihrer Ansicht nach geht es vielmehr um Wettbewerb für Verbraucher, was traditionelle Banken zu besseren Konditionen anregen könnte.

Bundesrecht verbietet Stablecoin-Emittenten bereits, Yield auszuschütten, lässt aber Belohnungen über Exchanges und andere Zwischenhändler zu. Genau dort wollen Banken nun eine klarere Grenze ziehen. In ihrem Brief erwähnen sie auch einen vorgeschlagenen Deposit-Flight-Circuit-Breaker, eine Notbremse, mit der Aufsichtsbehörden eingreifen könnten, wenn Stablecoins zu starken Abflüssen von Bankeinlagen führen.

Auch die breitere Lobbyarbeit rund um das Gesetz ist scharf. In einer früheren Debatte über dieselbe Frage warnten Community Banks bereits, dass Stablecoin Rewards Ersparnisse aus kleineren Banken abziehen könnten.

Bedeutung für Europa

Die US-Debatte ist für europäische Krypto-Beobachter relevant, weil Stablecoin-Regeln direkt beeinflussen, wie große Emittenten und Plattformen ihre Produkte in verschiedenen Märkten strukturieren. Das Ergebnis könnte auch zeigen, wie Aufsichtsbehörden mit der Grenze zwischen Zahlungsmitteln, Belohnungen und Bankdienstleistungen umgehen. Für Akteure, die in mehreren Regionen aktiv sind, darunter europäische Krypto-Plattformen wie Finst, bleibt das ein wichtiges Signal für die weitere Regulierung von Stablecoins."}


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