Bier statt Krypto bei der Superbowl
Die Superbowl ist das Megasportereignis in den USA und zieht mit mehr als 100 Millionen Zuschauern das Werbe-Event schlechthin an.

Die Superbowl ist das Megasportereignis in den USA und zieht mit mehr als 100 Millionen Zuschauern Werbung wie kein anderes Event an. Wer es sich leisten kann, präsentiert dort seine Marke. Im letzten Jahr dominierten Krypto-Unternehmen wie FTX, Coinbase, Crypto.com und eToro und gaben Millionen US-Dollar für Banner und Werbespots aus. Obwohl die Größe des Bärenmarktes und der Zusammenbruch von FTX damals noch weit weg schienen, war das Erscheinen der Krypto-Vertreter schon unpassend.
Als Halbgaren in der Clubszene
Der Glaube, dass die massenhafte Verankerung von Krypto durch völlig überhöhte Marketingbudgets funktionieren würde, schien bei all den genannten Vertretern damals dominiert zu haben. Warum 50 Millionen Dollar in Produktentwicklung, Compliance, IT-Sicherheit und Innovation investieren, wenn man für dasselbe Geld einfach drei Werbespots von 90 Sekunden buchen kann?
Der Rausch aus Erfolg und billigem Geld in dieser Zeit machte Krypto-Unternehmen bequem. Das Verlangen nach Anerkennung, die Spitze erreicht zu haben, war größer als das tatsächliche Budget – selbst zu der Zeit. Wenn man sich die Unternehmen anschaut, die üblicherweise bei der Superbowl werben, dann sind das die größten Unternehmen der Welt und nicht Start-ups, die fünf Jahre zuvor noch ein junges Unternehmen waren.
Bier und M&M's statt Bitcoin
Ein Jahr später sieht die Lage ganz anders aus. Es gibt keine Krypto-Werbespots bei der Superbowl. Stattdessen dominieren Bierwerbungen und Snacks wie M&M's. Der Brauereikonzern Anheuser-Busch ist der größte Werbetreibende bei der Superbowl. Es scheint eine Rückkehr zu den Grundbedürfnissen. Bier unterliegt keiner Konjunktur, Krypto schon. Vor allem, weil einige Krypto-Investoren aus dem Jahr 2022 allen Grund haben, tief in die Flasche zu schauen.