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Kalshi gerät mit Bundesstaaten aneinander, während die CFTC neue Regeln vorbereitet

Kalshi wehrt sich in mehreren Bundesstaaten gegen Verbote von Event Contracts, während die CFTC an moderneren Regeln für Prediction Markets und Verbraucherschutz arbeitet.

Kalshi gerät mit Bundesstaaten aneinander, während die CFTC neue Regeln vorbereitet

Wichtigste Erkenntnisse

  • Kalshi bittet einen Richter in Washington, eine frühere Blockade zu überprüfen, weil Konkurrent Crypto.com dort operieren darf.
  • Das Unternehmen steckt auch in Massachusetts, Minnesota, Ohio, Maryland, Utah, Arizona und New York in Rechtsstreitigkeiten über Prediction Markets.
  • Die CFTC arbeitet gleichzeitig an moderneren Regeln für Event Contracts, Verbraucherschutz und klareren Anforderungen an Marktdesign und Governance.

Kalshi steht erneut in mehreren US-Bundesstaaten unter Druck, während die Aufsichtsbehörde CFTC zugleich an neuen Regeln für Prediction Markets arbeitet. In Washington bittet das Unternehmen den Richter, eine frühere Blockade zu überprüfen, weil Konkurrent Crypto.com dort unter denselben Bedingungen weiter operieren darf.

Washington wird zum neuen Schauplatz

In seinem jüngsten Antrag erklärt Kalshi, der Bundesstaat gehe in einer identischen Situation anders mit Crypto.com um. Nach Angaben des Unternehmens hatte Washington bereits sechs Tage nach der gerichtlichen Anordnung, Kalshi zu stoppen, mitgeteilt, das Gesetz vorerst nicht gegen Crypto.com durchzusetzen, solange das Berufungsverfahren läuft.

Kalshi spricht von einer ungleichen Behandlung. Die Event Contracts, die nach Ansicht des Bundesstaats für Kalshi nicht akzeptabel waren, seien laut dem Unternehmen nun für Einwohner von Washington über einen identischen Konkurrenten verfügbar. Der Richter muss nun prüfen, ob das ausreicht, um die frühere Entscheidung zu überdenken.

Der Fall in Washington steht nicht allein. Auch in Massachusetts, Minnesota, Ohio, Maryland, Utah, Arizona und New York laufen Rechtsstreitigkeiten. In mehreren dieser Bundesstaaten geht es um die Frage, ob Prediction Markets unter die Glücksspielregeln der Bundesstaaten fallen, vor allem wenn sportbezogene Contracts im Spiel sind.

CFTC gibt den Ton an

Gleichzeitig versucht die CFTC, die Branche stärker in Richtung bundesweiter Regeln zu lenken. Vorsitzender Mike Selig sagte diese Woche, dass die Aufsichtsbehörde zügig an moderneren Regeln für Event Contracts und an Anforderungen für den Verbraucherschutz arbeiten wolle. Er nannte dabei auch klarere Erwartungen an Product Governance, Marktdesign und Incentive-Programme.

Das passt zum breiteren Ansatz der CFTC, die nach jüngsten Durchsetzungsmaßnahmen und Warnungen bereits häufiger gegen den Missbrauch nicht öffentlicher Informationen und gegen Betrug in Prediction Markets vorgeht. Kalshi unterliegt als Designated Contract Market strengen bundesweiten Regeln mit Anforderungen an Marktintegrität, Aufsicht und Anti-Manipulationsregeln.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Prediction Markets immer häufiger an die Grenze zwischen Krypto, Derivaten und Regulierung stoßen. Der Ausgang in den USA könnte zeigen, wie streng Aufsichtsbehörden solche Produkte behandeln wollen und wie weit eine bundesweite Behörde dabei gegenüber den Bundesstaaten gehen kann. Das macht den Fall rund um Kalshi auch für Plattformen interessant, die ähnliche Produkte anbieten oder in Betracht ziehen.

Der juristische Druck auf Prediction Markets ist breiter angelegt. In einem anderen Verfahren bekam Kalshi bereits mit einem Bundesrichter in Minnesota zu tun, der die Durchsetzung eines Verbots des Bundesstaats vorerst aussetzte, bis geklärt ist, ob bundesweite Regeln Vorrang haben.


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