Milliarden für die großen Altcoins: Welche ETFs kommen zuerst?
Donald Trump ist da, Gary Gensler ist weg: Die Stimmung am Kryptomarkt kann kaum besser sein.

Donald Trump ist da, Gary Gensler ist weg: Die Stimmung am Kryptomarkt könnte kaum besser sein. Seit amerikanische Investmentfirmen mit einer crypto-freundlicheren SEC unter republikanischer Führung rechnen können, regnet es fast täglich neue ETF-Anträge. Ripple gilt als starker Kandidat für einen ETF-Start diesen Sommer, aber auch Solana und Litecoin haben gute Chancen. Eine Liste, die eine Woche zuvor von Bloomberg-Experte Eric Balchunas auf X geteilt wurde, zeigt bemerkenswerte 33 Crypto-ETF-Anträge, darunter allein fünf Anträge verschiedener Vermögensverwalter für XRP-Spot-ETFs, sechs für Solana-Spot-ETFs und drei für diversifizierte Crypto-Basket-ETFs.
Wenn wir die aktuellen Entwicklungen auf dem dezentralen Polymarket betrachten, scheinen Solana und Litecoin jeweils eine Chance von 86 Prozent auf eine Zulassung durch die SEC in diesem Jahr zu haben und damit am besten abzuschneiden. An zweiter Stelle folgen XRP mit 74 Prozent und Dogecoin mit 44 Prozent. SOL-Indexfonds sind unter anderem geplant von VanEck, Bitwise, Canary Capital und 21Shares.
Hinweis: Der restliche Text ist eine Übersetzung des ursprünglichen Dutch-Inhalts.
Proof-of-Work: Dieser Vorteil haben Litecoin und Dogecoin gegenüber Ripple und Solana
Bei den Ripple-ETF-Anträgen können sich Verzögerungen ergeben, da Ripple Labs, das Unternehmen hinter XRP, sich in einem vierjährigen Rechtsstreit mit der SEC befindet. Obgleich sie in den kommenden Monaten von einer crypto-freundlichen SEC-Führung beigelegt werden könnte, bleibt auch bei XRP unklar, ob und unter welchen Umständen die Münze als Wertpapier gilt.
Hier haben Dogecoin und Litecoin einen klaren Vorteil. Beide verwenden, wie Bitcoin, das sogenannte Proof-of-Work-Konsensus-Mechanismus, was die Einordnung durch die SEC erleichtert. Selbst unter Gary Genslers Führung hat die Behörde jemals keine PoW-Krypto in Betracht gezogen. Deshalb vermutet Balchunas, dass Litecoin inzwischen der Top-Kandidat für die nächste Krypto-ETF-Genehmigung ist. Die SEC habe bereits Stellungnahmen zu den S1-Anträgen an die betreffenden ETF-Antragsteller übermittelt.
Da der DOGE-Antrag von REXShares unter dem "1940 Act" eingereicht wurde, könnte dieser laut Beitrag auf X ansehen bereits im April genehmigt werden. Obwohl bislang nur Bitwise einen eigenen Dogecoin ETF plant, haben Ripple und Solana als die dritt- und fünftgrößte Kryptowährung eine deutlich höhere Marktkapitalisierung als Litecoin und Dogecoin, was bedeuten würde, dass bei einer Genehmigung deutlich höhere Beträge in diese Kryptowährungen fließen würden.
Laut einem Bericht von JPMorgan könnten sie im ersten Handelsjahr bis zu 14 Milliarden US-Dollar einnehmen, was Ripple- und SOL-Anleger optimistisch stimmen würde. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die im Juli zugelassenen Ethereum-ETFs für viele Krypto-Investoren eine Enttäuschung waren. Obwohl sie bisher 2,6 Milliarden US-Dollar eingesammelt haben, liegt der ETH-Kurs derzeit unter dem Kurs beim Handelsstart der Indexfonds.
Auch bei XRP, SOL, DOGE und LTC kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Start der Crypto-ETFs ein "Sell-the-News"-Event wird. Letztlich sind Altcoin-ETFs zwar ein nützliches Finanzvehikel, um neue Investorengruppen den Zugang zu erleichtern, aber Kurssteigerungen sind nur bei großem Interesse von TradFi-Investoren wahrscheinlich. Die Bitcoin-ETF-Sensation wird nicht bald von einer anderen Kryptowährung kopiert.