Bitcoin über 64.000 Dollar, während die großen Coins an Boden verlieren
Ether, XRP und Solana standen unter Druck, während Miner ihre Kapazitäten häufiger in Richtung KI-Infrastruktur verlagern. Auch der VVV-Token von Venice reagierte auf starke Umsatzdaten.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitcoin stieg am Dienstag über 64.000 Dollar und war die einzige große Coin mit einem klaren Tagesplus.
- Die meisten großen Coins gaben nach; XRP war die schwächste große Coin, während Hyperliquid die stärkste Wochenperformance zeigte.
- Bitcoin bleibt unter wichtigen Durchschnitten, während Miner mehr Rechenleistung in Richtung KI-Infrastruktur verlagern.
Bitcoin ist am Dienstag über 64.000 Dollar (55.200 Euro) gestiegen und war damit die einzige große Coin mit einem klaren Tagesplus. Während BTC etwas mehr als 1% zulegte, gaben die meisten anderen großen Coins nach, und der Kryptomarkt wirkte insgesamt weiterhin schwach.
Große Coins bleiben unter Druck
Ether fiel um ein halbes Prozent auf knapp unter 1.900 Dollar (1.640 Euro), liegt auf Wochensicht aber weiterhin fast 1% im Plus. XRP sank um mehr als 1% auf knapp unter 1 Dollar (0,86 Euro) und notiert in dieser Woche mehr als 2% tiefer, womit es die schwächste große Coin war. Dogecoin gab um fast ein halbes Prozent auf 7 Cent nach, BNB und Tron verloren leicht und notierten etwas über jeweils 600 Dollar (518 Euro) beziehungsweise 33 Cent, während Solana unverändert knapp unter 76 Dollar (66 Euro) blieb.
Bei den kleineren großen Coins fiel Hyperliquid auf. HYPE legte um fast 1% auf etwas über 59 Dollar (51 Euro) zu und liegt über sieben Tage 7,5% höher, mit Abstand die stärkste Wochenperformance in dieser Gruppe.
Technische Marke für Bitcoin
Laut Alex Kuptsikevich, Chief Market Analyst bei FxPro, hat Bitcoin inzwischen vier Tage unter seinem 50-Tage-Durchschnitt gehandelt, nachdem es zuvor versucht hatte, darüber auszubrechen. Auf längere Sicht liegt die Coin auch unter dem 200-Wochen-Durchschnitt, was seiner Einschätzung nach bedeutet, dass Verkäufer sowohl bei der mittelfristigen als auch bei der sehr langfristigen Entwicklung weiterhin die Oberhand haben.
Der 50-Tage-Moving-Average ist ein viel beachteter Indikator, der zeigt, ob der jüngste Kaufdruck anhält. Solange Bitcoin in der Spanne von 62.000 Dollar (53.500 Euro) bis 65.000 Dollar (56.100 Euro) festhängt, ändert sich laut Kuptsikevich an diesem Bild wenig. In derselben engen Spanne bleiben auch die Bitcoin-Optionen teuer, was darauf hindeutet, dass Händler weiterhin mit einem Ausbruch rechnen.
Miner verlagern sich in Richtung KI
Unter der Oberfläche verändert sich auch das Bitcoin-Netzwerk selbst. Laut Miner Weekly haben börsennotierte Miner ihre gemeinsame Rechenleistung in drei Quartalen um 21% zurückgefahren, weil sie Kapazitäten in Richtung KI-Infrastruktur verlagern. Diese Verschiebung passt zu schwächeren Mining-Ökonomien und zum zunehmenden Wettbewerb mit KI um Kapital und Strom.
Für europäische Krypto-Anleger ist das relevant, weil es zeigt, dass der Druck auf Miner nicht nur vom BTC-Preis kommt, sondern auch von der breiteren Nachfrage nach Energie und Infrastruktur. Das könnte die Diskussion über die Kostenstruktur des Minings und die Rolle von KI in der Branche weiter anheizen, ohne dass sich daraus direkt eine Preisprognose ableiten lässt.
Venice, die KI-Plattform des Krypto-Unternehmers Erik Voorhees, meldete derweil, dass sie 100 Millionen Dollar (86,3 Millionen Euro) an annualisiertem Umsatz erreicht hat. Der VVV-Token stieg daraufhin im Tagesverlauf um 10% auf rund 13,30 Dollar (11 Euro).