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Bitcoin-ETFs verlieren, Ethereum-Fonds legen weiter zu

Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettoabflüsse, wobei BlackRocks IBIT den größten Bremsfaktor darstellte. Ethereum-Fonds, vor allem BlackRocks ETHA, zogen dagegen kräftig Kapital an.

Bitcoin-ETFs verlieren, Ethereum-Fonds legen weiter zu

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin-ETFs verzeichneten per saldo Abflüsse von 3.170 BTC, vor allem wegen der Mittelabflüsse bei BlackRocks iShares Bitcoin Trust.
  • Ethereum-Fonds sammelten dagegen 37.959 ETH ein, wobei BlackRocks ETHA den größten Beitrag leistete.
  • Die Daten deuten darauf hin, dass institutionelle Kapitalströme derzeit eher in Richtung Ether als in Richtung Bitcoin tendieren.

Bitcoin-ETFs haben in der vergangenen Woche erneut gezeigt, wie unterschiedlich sich die beiden größten Krypto-Assets derzeit entwickeln. Mit Bitcoin verknüpfte Fonds verbuchten per saldo ein Minus von 3.170 BTC, während Ethereum-Fonds 37.959 ETH hinzufügten. Das spricht dafür, dass institutionelles Kapital vorerst häufiger in Ether als in Bitcoin fließt.

Bitcoin-Fonds bleiben unter Druck

Der größte Spot-Bitcoin ETF, BlackRocks iShares Bitcoin Trust, war dabei der stärkste Belastungsfaktor. Allein IBIT verlor innerhalb von sieben Tagen 3.511 BTC und damit mehr als der gesamte Nettoabfluss der gesamten Gruppe. Auch Grayscale meldete bei seinen Bitcoin-Fonds ein Minus von 10 BTC, während Bitwise's BITB 27 BTC abgab.

Demgegenüber standen kleinere Zuflüsse bei Fidelitys FBTC und ARK 21Shares' ARKB. Beide Fonds legten um 109 BTC beziehungsweise 77 BTC zu. Bitcoin selbst wurde zuletzt bei rund 63.900 $ (56.200 €) gehandelt und lag damit auf Wochensicht etwa 4 % im Plus, obwohl die Fonds Abflüsse verzeichneten. Die ETF-Kategorie arbeitet sich weiter aus einer Phase starker Mittelabflüsse heraus und hat bislang erst 3,3 % der 8,2 $ Milliarden (7,2 € Milliarden) zurückgewonnen, die Mitte Juli abgeflossen waren.

Ethereum zieht mehr Kapital an

Auf der anderen Seite des Marktes blieb Ethereum gefragt. Die Ethereum-ETFs verzeichneten im Wochenverlauf Zuflüsse von 37.959 ETH, wobei BlackRocks ETHA-Fonds mit 37.424 ETH den mit Abstand größten Anteil stellte. Grayscales ETH-Produkte legten um 5.515 ETH zu, während Fidelitys FETH 4.980 ETH abgab.

ETHA hat sich seit dem Start am 24. Juni 2024 zu einem der wichtigsten Produkte in dieser Kategorie entwickelt. Der Fonds kam am 27. Juli 2026 auf einen Nettoinventarwert von 5,62 $ Milliarden (4,9 € Milliarden). Das verdeutlicht, wie schnell die Nachfrage nach Spot-Ethereum-Anlageprodukten gewachsen ist, auch wenn die gesamte Marktgröße der Bitcoin-ETFs mit 76,22 $ Milliarden (67,1 € Milliarden) weiterhin deutlich über der von Ethereum liegt, die bei 9,72 $ Milliarden (8,6 € Milliarden) liegt.

Der jüngste Zufluss passt zu einer breiteren Verschiebung im Markt. Auch neue Produkte wie günstigere Ethereum-ETFs dürften den Wettbewerb in diesem Segment weiter verschärfen.

Bedeutung für Europa

Für europäische Kryptonutzer zeigt diese Entwicklung, wie schnell sich institutionelle Präferenzen im Kryptomarkt verschieben können. Sollten Ethereum-ETFs und Treasury-Strategien rund um ETH weiter Kapital anziehen, könnte das auch für die Wahrnehmung von Krypto als Anlageklasse durch professionelle Anleger relevant sein. Das ist noch kein Beleg für einen dauerhaften Trend, macht aber deutlich, dass die Nachfrage nach Ether im ETF-Markt derzeit sichtbar stärker ist als die nach Bitcoin.


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