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Bitcoin fällt nach höherer US-Inflation unter 77.000 Dollar

Die höheren US-Erzeugerpreise haben die Erwartungen an die Fed verschärft, mit Abflüssen aus Spot-Bitcoin-ETFs und Druck auf Altcoins wie Solana und XRP.

Bitcoin fällt nach höherer US-Inflation unter 77.000 Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin fiel am Donnerstag auf knapp unter 77.000 Dollar, nachdem die US-Erzeugerpreise stärker als erwartet gestiegen waren.
  • Der breitere Kryptomarkt gab ebenfalls nach, mit Verlusten unter anderem bei Zcash, HYPE, Dogecoin, XRP und Solana.
  • Höhere US-Anleiherenditen und veränderte Fed-Erwartungen setzten riskante Krypto-Assets zusätzlich unter Druck.

Bitcoin fiel am Donnerstag auf knapp unter 77.000 Dollar (66.300 Euro), nachdem die US-Erzeugerpreise im August stärker gestiegen waren als erwartet. Damit sank der Kurs innerhalb von 24 Stunden um fast 2 %, während Händler ihre Erwartungen für die Sitzung der Federal Reserve in der kommenden Woche erneut in Richtung einer Zinserhöhung anpassten.

Breite Verkaufswelle

Die Schwäche blieb nicht auf Bitcoin beschränkt. Der CoinDesk 20 fiel um etwa 3 %, und 95 der CoinDesk 100 schlossen im Minus, wie CoinDesk-Daten zeigen. Zcash führte die Verlierer mit einem Minus von rund 12 % auf etwa 1.134 Dollar (976 Euro) an. Damit gab die Coin einen Teil ihres starken Anstiegs der vergangenen Wochen wieder ab, auch wenn Zcash auf Wochensicht weiterhin etwa 34 % und über einen Monat fast 145 % im Plus liegt.

Auch andere große Token gerieten unter Druck. HYPE fiel um etwa 7 % auf knapp unter 79 Dollar (68 Euro), Dogecoin verlor rund 6 % und XRP sank um etwa 3 % auf 1,34 Dollar (1,15 Euro). Solana rutschte unter 100 Dollar (86 Euro) und notierte knapp darunter, während Ether mit einem Rückgang von fast 2 % relativ besser hielt und bei etwa 2.445 Dollar (2.100 Euro) lag. BNB gab etwas mehr als 1 % auf rund 710 Dollar (611 Euro) nach. Tron war die Ausnahme und blieb bei 34 Cent unverändert.

Zinsen und Renditen belasten

Der Markt reagierte auf höhere Zinserwartungen, aber auch auf die breitere Bewegung bei Anleihen. Die Rendite 30-jähriger US-Treasuries stieg auf den höchsten Stand seit 19 Jahren, während sich die 10-jährige Rendite in Richtung 5 % bewegte und die zweijährige Rendite über 4,5 % lag. Das macht sichere Staatsanleihen attraktiver und erhöht zugleich die Finanzierungskosten für riskante Positionen.

Bitget-Analyst Lewis Huang hatte im Vorfeld bereits 76.270 Dollar (65.700 Euro) als wichtiges technisches Unterstützungsniveau für Bitcoin genannt. Die Coin liegt nun noch weniger als 800 Dollar (689 Euro) darüber. Auch Spot-Bitcoin-ETFs zeigten die Anspannung: Am Mittwoch gab es laut den zitierten Daten Abflüsse von 120 Millionen Dollar (103 Millionen Euro), mehr als am Dienstag, während Ether-, XRP- und Solana-Fonds an diesem Tag wiederum Zuflüsse verzeichneten. Das passt zu dem Bild eines breiteren Rückgangs bei Altcoins, bei dem der Markt nach der jüngsten Rally schnell Gewinne mitnimmt.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem relevant, weil US-Zinserwartungen oft schnell auf den gesamten Kryptomarkt durchschlagen. Wenn die Fed nächste Woche tatsächlich einen härteren Ton anschlägt, könnte das auch außerhalb der USA das Sentiment rund um Bitcoin und große Altcoins beeinflussen. Die Kombination aus höheren Renditen, einem stärkeren Dollar und schwächeren Aktien könnte den Handel mit Krypto auf europäischen Plattformen zusätzlich nervös machen.


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