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Bitcoin bleibt bei rund 80.000 Dollar, während Warsh Jackson Hole eröffnet

Trader achten auf Jackson Hole und den Ton der Fed, während Bitcoin vor allem auf Liquidität und die langfristigen Zinsen reagiert. Auch Stablecoins und Zahlungen stehen auf der Agenda.

Bitcoin bleibt bei rund 80.000 Dollar, während Warsh Jackson Hole eröffnet

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin bewegte sich in den vergangenen Tagen um 80.000 Dollar, nachdem der Kurs innerhalb von zehn Tagen auf 80.254,97 Dollar gestiegen war.
  • Trader achten auf Jackson Hole, wo Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag über Inflation und Zinsen spricht.
  • Jackson Hole könnte auch Aufmerksamkeit auf Stablecoins, tokenisierte Einlagen und schnellere Abwicklungssysteme lenken.

Bitcoin blieb in den vergangenen Tagen bei rund 80.000 Dollar (68.700 Euro), nachdem der Kurs innerhalb von zehn Tagen auf 80.254,97 Dollar (68.900 Euro) gestiegen war. Trader schauen nun vor allem auf Jackson Hole, wo Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag spricht und möglicherweise mehr Klarheit über Inflation und Zinsen gibt.

Fed und Inflation

Das Treffen in Jackson Hole ist für die Märkte wichtig, weil die Fed dort oft einen breiteren Ton zu Politik und Kommunikation setzt. In diesem Jahr liegt die Inflation weiterhin deutlich über dem Ziel von 2%, während die langfristigen Zinsen nahe mehrjähriger Höchststände bleiben. Die Fed hielt den Leitzins in den vergangenen Monaten bei 3,50% bis 3,75% unverändert, blieb aber bei der Inflation weiter streng.

Mark Connors, Chief Investment Officer bei Risk Dimensions, erwartet, dass Warsh vor allem auf seine breitere Reform der Fed eingehen und nicht sofort eine konkrete Zinsentscheidung vorlegen wird. Seiner Einschätzung nach lässt die Zentralbank weiterhin Spielraum für eine Zinserhöhung offen, auch wenn er nicht glaubt, dass sie noch vor den Zwischenwahlen kommt. Die PCE-Inflation, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, lag im Juli bei 3,7%.

Warum Bitcoin mitblickt

Für Bitcoin geht es aus Sicht von Marktteilnehmern weniger um die September-Sitzung selbst als um Liquidität und die langfristigen Zinsen. Das passt zu dem jüngsten Anstieg, der mit Schritten des US-Finanzministeriums zusammenfiel, die langfristigen Zinsen durch Käufe langlaufender Staatsanleihen zu dämpfen. Diese Bewegung half dem Anleihemarkt, sich abzukühlen, und fiel mit dem Aufwärtstrend von Bitcoin zusammen.

Der Kurs liegt dabei nahe an einem bekannten Widerstand. In einer früheren Analyse wurde die Zone um 80.000 Dollar (68.700 Euro) bis 82.000 Dollar (70.400 Euro) bereits als wichtiges Angebotsgebiet genannt.

Samir Kerbage, Chief Investment Officer bei Hashdex, bezeichnete die Rally vor allem als Liquiditätsbewegung. Er sagte außerdem, dass Bitcoin indirekt auf die Zinsen am langen Ende der Kurve reagiert, ähnlich wie Gold.

Stablecoins im Fokus

Jackson Hole könnte auch für breitere Kryptomärkte relevant sein, weil sich das Thema in diesem Jahr um Finanzinnovation, Zahlungen und Politik dreht. Dadurch rücken Stablecoins, tokenisierte Einlagen und schnellere Abwicklungssysteme stärker in den Fokus. Für europäische Leser ist das vor allem relevant, weil solche Diskussionen zeigen, wie eng Krypto und das traditionelle Finanzsystem inzwischen miteinander verbunden sind, zumal Aufseher und Zentralbanken immer häufiger auf dieselbe Infrastruktur schauen.


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