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Bitcoin läuft Nasdaq und S&P 500 davon

Bitcoin stieg im August um 26 % und bewegt sich stärker mit Gold als mit US-Aktien. Händler achten jetzt vor allem auf Fed-Signale und den Dollar.

Bitcoin läuft Nasdaq und S&P 500 davon

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin legte im August 26 % zu und schnitt stärker ab als Gold, der Nasdaq 100 und der S&P 500.
  • Die 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf +0,81 gestiegen, während die Beziehung zum Dollar Index auf -0,86 nachließ.
  • Anleger achten auf US-Zinsen, Treasury-Renditen und die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole.

Bitcoin entwickelt sich in diesem Monat stärker als Gold, der Nasdaq 100 und der S&P 500, genau zu einem Zeitpunkt, an dem der Kryptomarkt die makroökonomischen Nachrichten aus den Vereinigten Staaten genau verfolgt. Der BTC-Kurs stieg im August um 26 % und lag zuletzt bei rund 79.200 Dollar (68.000 Euro), während Gold 13,8 % zulegte und der Nasdaq 100 sowie der S&P 500 um 4,8 % beziehungsweise 3,2 % stiegen.

Bitcoin und Gold bewegen sich näher zusammen

Laut TradingView ist die 30-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold auf +0,81 gestiegen. Das deutet darauf hin, dass sich beide häufiger in die gleiche Richtung bewegen. Die Beziehung zum Dollar Index hat sich dagegen weiter auf -0,86 abgeschwächt, was zeigt, dass Bitcoin sich häufiger gegen den Dollar bewegt.

Diese Verschiebung passt zu dem Bild, dass Bitcoin wieder stärker als eine Art digitales Scarcity-Asset neben Gold wahrgenommen wird. Dieses Bild wurde Anfang 2026 noch verstärkt, weil Bitcoin im zweiten Quartal mehr als 50 % unter sein historisches Hoch fiel und erstmals seit 2023 unter dem 200-Wochen-Durchschnitt schloss. Gleichzeitig zeigten Gold und Öl in diesem Jahr starke Entwicklungen, wobei Gold sogar auf ein Rekordniveau von 4.722 Dollar (4.050 Euro) je Unze stieg.

Fed und Treasury beschäftigen den Markt

Der breitere Markt blickt derweil auf die US-Zinsen und die Rolle der Federal Reserve. Die Sorgen um den US-Haushalt drückten längere Treasury-Renditen zuletzt auf den höchsten Stand seit 2007. In der vergangenen Woche kündigte das US-Finanzministerium einen Bond-Buyback-Plan an, um die Renditen zu dämpfen, doch das löst die zugrunde liegenden Probleme nicht.

Deshalb achten Händler besonders auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole. Er dürfte sich zu Inflation und Zinsen äußern, auch wenn seine Vorliebe für wenig Vorab-Kommentare eine große Ankündigung weniger wahrscheinlich macht.

Bitcoin bleibt derweil nahe an der Zone, in der zuvor viel gehandelt wurde. In einem jüngsten Marktupdate wurde auch auf Widerstand bei 80.000 bis 82.000 Dollar hingewiesen, einem Bereich, in dem viel Angebot und ETF-Einstandspreise zusammenkommen.

Was das für europäische Leser bedeutet

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem relevant, dass sich Bitcoin immer weniger wie ein reiner Risikotrade neben Aktien verhält. Die stärkere Bindung an Gold und die schwächere Verbindung zum Nasdaq könnten darauf hindeuten, dass Makrofaktoren wie Zinserwartungen und der Dollar bei der Preisbildung wieder stärker ins Gewicht fallen. Auch das Wachstum von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA, Großbritannien und Hongkong zeigt, dass die institutionelle Nachfrage eine größere Rolle spielt als in früheren Zyklen.


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