Bitcoin ist volatiler als Ethereum
ETF-Zuflüsse in Milliardenhöhe, Bullenmarkt und Halving: Die Volatilität von Bitcoin nimmt zu.

ETF-Zuflüsse in Milliardenhöhe, Bullenmarkt und Halving: Die Volatilität von Bitcoin nimmt zu. Die Kryptowährung übertrifft damit Ethereum.
Die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung wird in der traditionellen Finanzwelt als extrem volatil betrachtet. Mit täglichen Kursbewegungen von mehr als zehn Prozent – aufwärts und abwärts – ist Bitcoin eine Anlage für Anleger, die Risiken eingehen. Das ist zumindest die Ansicht einiger Kritiker.
Verglichen mit dem Kryptomarkt ist die Preisvolatilität von Bitcoin jedoch vernachlässigbar, weil die Kryptowährung als vergleichsweise wertstabil gilt. Es ist schließlich deutlich mehr Kapital nötig, um die Marktkapitalisierung des neuntwertvollsten Vermögenswerts der Welt zu beeinflussen. Die Bitcoin-Spot-ETFs, die im Januar zugelassen wurden, haben jedoch zu Zuflüssen bzw. Abflüssen Kapital geführt: Bitcoin ist nun volatiler als Ethereum.
Volatilität: Bitcoin holt Ethereum ein
Die historische bzw. realisierte 30-Tage-Volatilität auf Jahresbasis von Bitcoin stieg Ende letzter Woche auf fast 60 Prozent und übertraf damit die 30-Tage-Volatilität von Ether um fast 10 Prozent. Das geht aus Daten von Kaiko hervor.
Zum Redaktionszeitpunkt stehen BTC und ETH jedoch gleichauf: Beide Kryptowährungen sind in den letzten 24 Stunden um etwas weniger als fünf Prozent gefallen. Bitcoin wird bei 66.535 US-Dollar gehandelt und Ethereum bei 3.349 US-Dollar. Die gesamte Marktkapitalisierung beträgt 2,5 Billionen US-Dollar.
Steigt die Volatilität vor dem Halving?
Laut Greg Magadini, Direktor Derivate bei Amberdata, wird die Volatilität nach dem Halving zunehmen – infolge einer Preiskorrektur. Dies, weil das Halving zu einer "Sell the News"-Begebenheit wird, so Magadini in einem Newsletter.
Der leitende Forscher der ETC Group, André Dragosch, ist der Ansicht, dass dies auch so gesehen wird. Es wird jedoch erwartet, dass der Bitcoin-Preis langfristig durch das Angebotshalving steigen wird. Das Forschungsteam der ETC Group hat diese Feststellung in einer Abschlussarbeit festgehalten. "Die Ergebnisse zeigen, dass die Bitcoin-Halbierung zunächst ein Non-Event sein wird und erst etwa 100 Tage später signifikant wird", fassen sie zusammen.