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Bitcoin könnte vor dem Boden noch einmal auf 54.000 US-Dollar fallen

BloFin Research hält das Juni-Tief bei rund 58.000 US-Dollar noch nicht für den endgültigen Boden. Erst unter dem Realized Price bei rund 54.000 US-Dollar und bei schwächeren Makrobedingungen könnte es zu einer Kapitulation kommen.

Bitcoin könnte vor dem Boden noch einmal auf 54.000 US-Dollar fallen

Wichtigste Erkenntnisse

  • BloFin Research hält es für möglich, dass Bitcoin noch unter den Realized Price bei rund 54.000 US-Dollar fällt, bevor von einem echten Boden gesprochen werden kann.
  • Das Juni-Tief bei rund 58.000 US-Dollar erfüllt der Analyse zufolge noch nicht die On-Chain-Bedingungen, die frühere Zyklusböden begleitet haben.
  • Hohe Real Yields, ein starker Dollar und Zinserwartungen setzen Bitcoin laut dem Bericht zusätzlich unter Druck.

Bitcoin könnte nach Einschätzung von BloFin Research noch einen letzten Rücksetzer brauchen, bevor der Markt einen belastbaren Boden sieht. Das Juni-Tief bei rund 58.000 US-Dollar (50.700 €) reicht dem Bericht zufolge noch nicht aus, um die On-Chain-Signale früherer Zyklusböden zu bestätigen. Die eigentliche Untergrenze liege erst unter dem Realized Price bei rund 54.000 US-Dollar (47.200 €).

Bodensignale fehlen noch

Die Analyse verweist darauf, dass die Stimmung zwar bereits in extremer Angst angekommen ist, Bewertung und On-Chain-Kennzahlen aber weiterhin über den Niveaus liegen, die bei den Tiefpunkten von 2015, 2018 und 2022 zu beobachten waren. Am 1. Juli 2026 fiel Bitcoin auf etwa 57.950 US-Dollar (50.700 €) und damit auf den niedrigsten Stand seit rund 21 Monaten. Den Juni schloss die Kryptowährung mit einem Minus von fast 20 % ab.

Damit notiert der Kurs rund 50 % unter dem Hoch vom Oktober 2025. Auch aus technischer Sicht sieht der Bericht noch kein klassisches Kapitulationssignal. Der aktuelle Drawdown bleibt deutlich unter den früheren Zyklustiefs von 77 % bis 85 %, und der erste Wochenschluss unter dem 200-Wochen-Moving-Average seit 2023 erfolgte erst Ende Juni.

Diese 200-Wochen-Linie liegt derzeit in einer Spanne von 62.000 US-Dollar (54.200 €) bis 63.000 US-Dollar (55.100 €). Historisch wurde sie häufig als Zone für Zyklusböden betrachtet. BloFin betont jedoch, dass ein Bruch dieser Marke allein noch nicht ausreicht, um von einem abgeschlossenen Boden auszugehen.

Das letzte Stück wird von Makro bestimmt

Neben den charttechnischen Marken richtet der Bericht den Blick vor allem auf das makroökonomische Umfeld. Bitcoin verhält sich in dieser Phase laut der Analyse wie ein nicht verzinsliches Asset, das sensibel auf Real Yields, den Dollar und die Erwartungen rund um die Zinspolitik der Fed reagiert. Die 5-Jahres-TIPS-Yield stieg in der ersten Hälfte von 2026 an, während der Dollar robust blieb und der Markt zeitweise sogar wieder eine Zinserhöhung einpreiste.

Den Verlauf ordnet der Bericht außerdem in den klassischen vierjährigen Bitcoin-Zyklus ein. Nach dem Hoch vom Oktober 2025 passt die aktuelle Korrektur weiterhin in dieses historische Muster, auch wenn der Rückgang bislang weniger ausgeprägt ist als in früheren Zyklen. Die von BloFin zitierten Analysten halten deshalb einen Boden bei 55.000 US-Dollar (48.100 €) in der zweiten Hälfte von 2026 für möglich, gefolgt von einer längeren Phase der Akkumulation.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem relevant, dass die Analyse den Boden nicht nur an Preisniveaus festmacht, sondern auch an globalen Makrofaktoren. Sollten die Real Yields sinken und der Dollar an Stärke verlieren, könnte das den Druck auf Bitcoin laut dem Bericht verringern. Bislang scheint dieser Prozess jedoch noch nicht vollständig eingesetzt zu haben. Für den Kryptomarkt spricht das dafür, dass eine nachhaltigere Erholung erst dann wahrscheinlicher wird, wenn sich sowohl die On-Chain-Signale als auch die finanziellen Rahmenbedingungen weiter abkühlen.


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