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Bitcoin-Miner profitieren von KI, doch Mining könnte sich erholen

Miner mit HPC- und KI-Verträgen erhalten höhere Bewertungen als reine Bitcoin-Miner, während Hashprice und Hashrate unter Druck stehen.

Bitcoin-Miner profitieren von KI, doch Mining könnte sich erholen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Miner mit KI- und HPC-Verträgen werden höher bewertet als reine Bitcoin-Miner, während der Bitcoin-Preis in acht Monaten um 45% fiel.
  • TerraWulf, IREN und Cipher Digital stiegen um mehr als das Doppelte; MARA Holdings fiel um 40% wegen eines langsameren KI-Wechsels.
  • Der Hashprice sank auf etwa $31,80 pro PH/s und die Hashrate ging auf 900 EH/s zurück, doch eine Bitcoin-Erholung könnte das Mining verbessern.

Die Verschiebung vom Bitcoin-Mining hin zu künstlicher Intelligenz und High-Performance Computing erweist sich für einen Teil der Branche als eine der stärksten Kapitalentscheidungen der vergangenen Jahre. Während der Bitcoin-Preis in acht Monaten um 45% gefallen ist, werden Miner mit KI- und HPC-Verträgen höher bewertet als reine Miner, die vollständig auf Bitcoin setzen.

KI verleiht Minern neuen Wert

Die Logik hinter dieser Entwicklung ist einfach: Beide Aktivitäten basieren auf günstiger Energie, großen Rechenzentren und dem effizienten Management von Hardware. In einem Markt, in dem die Nachfrage nach KI-Kapazitäten schnell wächst, während die Nachfrage nach Bitcoin-Mining unter Druck steht, wird dieser Unterschied an den Börsenkursen immer sichtbarer.

TerraWulf, IREN und Cipher Digital haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. MARA Holdings, das beim KI-Wechsel weniger weit ist, fiel im selben Zeitraum um 40%. Laut CoinShares werden Miner mit HPC-Verträgen mit dem 12,3-Fachen ihres Enterprise Value bewertet, gegenüber dem 5,9-Fachen bei reinen Bitcoin-Minern.

Druck auf die Mining-Ökonomie

Die schwache Entwicklung traditioneller Miner hängt mit dem Rückgang des Hashprice zusammen, also dem erwarteten täglichen Ertrag pro Einheit Mining-Power. Er fiel von $63 (€54) pro Petahash pro Sekunde im Juli vergangenen Jahres auf derzeit etwa $31,80 (€27). Dadurch schalten immer mehr Miner ihre Maschinen ab, ein Prozess, der in der Branche als Capitulation bezeichnet wird.

Das belastet auch die Bitcoin-Mainchain selbst. Die Hashrate ist auf 900 Exahash pro Sekunde zurückgegangen, etwa 21% weniger als zu Jahresbeginn, und laut CoinShares ist dies bereits einer der längsten Capitulation-Zyklen seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem spürt die Branche weiterhin die Auswirkungen des Halvings von 2024, das die Block-Reward von 6,25 BTC auf 3,125 BTC halbierte und die Margen weiter unter Druck setzte.

Warum das relevant bleibt

Für europäische Krypto-Anleger zeigt das, dass der Börsenwert von Minern nicht nur von Bitcoin selbst abhängt, sondern auch von ihrem Zugang zu Strom, Infrastruktur und langfristigen Verträgen. Das macht die Branche anfälliger für Verschiebungen zwischen Krypto und KI als viele andere Teile des Kryptomarkts.

Dennoch ist das Bull-Case-Szenario für reine Miner nicht verschwunden. CoinShares geht davon aus, dass eine Erholung von Bitcoin auf $126.000 (€108.800) den Hashprice wieder in Richtung $59 (€51) pro PH/s bringen könnte, was die Mining-Ökonomie deutlich verbessern und die Attraktivität traditioneller Miner wieder erhöhen würde. Eine frühere Analyse der Branche zeigte bereits, wie schnell sich Bewertungen drehen können, wenn Miner Kapazitäten in KI-Infrastruktur verlagern, wie bei börsennotierten Minern, die ihre Rechenleistung verlagern.


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