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Bitcoin-Squeeze drückt Shorts ins Minus von 2,7 Milliarden Dollar

Fast 3 Milliarden Dollar an Positionen wurden liquidiert, vor allem Shorts in Bitcoin und Ether. Der Squeeze folgte auf einen schnellen Anstieg in Richtung 70.000 Dollar und traf auch Solana.

Bitcoin-Squeeze drückt Shorts ins Minus von 2,7 Milliarden Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Shortseller verloren innerhalb von 24 Stunden fast 2,7 Milliarden Dollar, als Bitcoin in Richtung 70.000 Dollar stieg.
  • Bei 172.108 Tradern wurden fast 3 Milliarden Dollar an Positionen liquidiert; Shorts machten rund 92% aus.
  • Bitcoin handelte über 69.100 Dollar, fast 8% höher als 24 Stunden zuvor, und erreichte den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Shortseller haben innerhalb von 24 Stunden fast 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) verloren, während Bitcoin in Richtung 70.000 Dollar (60.300 Euro) stieg. Damit geriet der Kryptomarkt in die größte Welle erzwungener Short-Liquidationen seit den Rekorden, die CoinGlass seit 2021 erfasst.

Insgesamt wurden bei 172.108 Tradern fast 3 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) an Positionen liquidiert. Shorts machten rund 92% dieses Betrags aus, gegenüber 257 Millionen Dollar (221 Millionen Euro) an Long-Liquidationen. Das entspricht einem Verhältnis von mehr als zehn zu eins und zeigt, wie einseitig die Marktpositionierung zuvor aufgebaut war.

Shorts werden hart getroffen

Den größten Schlag traf Bitcoin selbst. Laut CoinGlass wurden 1,42 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) an Bitcoin-Shorts geschlossen, davon mehr als 1 Milliarde Dollar (0,9 Milliarden Euro) in etwa einer Stunde. Ether stand für 1,13 Milliarden Dollar (1 Milliarde Euro) an Liquidationen, während Solana ebenfalls an dem breiteren Abverkauf von Short-Positionen beteiligt war.

Die größte einzelne Position, die verschwand, war ein Bitcoin-Trade über 48,8 Millionen Dollar (42,1 Millionen Euro) auf Hyperliquid. Das unterstreicht, wie schnell Hebelpositionen verschwinden können, wenn der Kurs unerwartet stark anzieht.

Bitcoin wieder über 69.000 Dollar (59.500 Euro)

Bitcoin handelte am Donnerstagmorgen in Asien knapp über 69.100 Dollar (59.500 Euro), fast 8% höher als 24 Stunden zuvor. Der Kurs näherte sich 69.900 Dollar (60.200 Euro) und lag damit mehr als 5.700 Dollar (4.910 Euro) über dem Tief vom Mittwoch bei rund 64.100 Dollar (55.200 Euro). Es war das erste Mal seit Anfang Juni, dass Bitcoin wieder auf diesen Niveaus stand.

Diese Bewegung passt zu einem Markt, der in den vergangenen Monaten schon öfter stark hin und her schwankte, unter anderem zwischen etwa 62.000 Dollar (53.400 Euro) und 66.000 Dollar (56.900 Euro). Ende vergangenen Jahres erreichte Bitcoin ein Allzeithoch von über 125.000 $ (107.700 €), bevor der Kurs erneut stark einbrach. Diese Schwankungen zeigen, wie empfindlich der Kryptomarkt weiterhin auf makroökonomische Nachrichten und eine veränderte Risikobereitschaft reagiert.

Der jüngste Ausbruch knüpft an das Muster an, das Trader schon früher gesehen haben, als Bitcoin sich bei rund 66.600 Dollar (57.400 Euro) einer technischen Ausbruchssituation näherte. Auch damals ging es um einen Markt, der sich schnell beschleunigen konnte, sobald Short-Positionen unter Druck gerieten.

Bedeutung für Europa

Für europäische Kryptotrader ist vor allem relevant, dass solche Liquidationswellen oft innerhalb kurzer Zeit entstehen und auch außerhalb des US-Handels nachwirken. Wenn Bitcoin während der asiatischen und europäischen Sitzung über 69.000 Dollar (59.500 Euro) bleibt, könnte das den Ton für den Rest des Tages setzen, sagt aber noch nichts über einen dauerhaften Trend aus. CoinGlass warnte außerdem, dass die tatsächlichen Liquidationen höher liegen könnten, weil Binance seit April 2021 nur eingeschränkt berichtet und der Datensatz dadurch nicht vollständig ist.


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