Bitcoin nähert sich Golden Cross, während USDT-Signal kippt
Bitcoin nähert sich einem Golden Cross, während sich die USDT-Dominanz in Richtung eines Death Cross bewegt. Trader sehen darin ein mögliches Signal, dass Kapital aus Stablecoins in Krypto umgeschichtet wird.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitcoin nähert sich einem Golden Cross, wobei der 50-Tage-Durchschnitt den 200-Tage-Durchschnitt des Kurses kreuzt.
- Auch die USDT-Dominanz nähert sich einem Death Cross, was von Tradern oft als Risk-on-Signal gesehen wird.
- Seit 2012 hat das Golden Cross bei Bitcoin gemischte Ergebnisse geliefert, mit sowohl starken Gewinnen als auch schnell gescheiterten Signalen.
Bitcoin nähert sich einem der bekanntesten bullischen Signale im Kryptomarkt: dem Golden Cross. Dabei kreuzt der 50-Tage-Durchschnitt den 200-Tage-Durchschnitt des Kurses. Auffällig ist, dass diesmal auch USDT eine ähnliche Richtung zeigt, was von Tradern oft als Zeichen gelesen wird, dass weniger Kapital in Stablecoins bleibt und mehr in Richtung Krypto wandert.
Golden Cross mit gemischter Vergangenheit
Das Golden Cross hat eine lange Historie, aber keine makellose Bilanz. Seit 2012 hat Bitcoin dieses Muster zwölfmal gezeigt. Dreimal folgten danach deutliche Gewinne, darunter ein Anstieg von 306% nach Februar 2012 und eine Rally, die Bitcoin später nach Oktober 2015 in Richtung fast $19.800 (€17.100) brachte. Auch das Cross von Mai 2020 ging einer starken Phase voraus, mit einem Anstieg von 312% im darauffolgenden Jahr.
Gleichzeitig gab es auch Signale, die schnell wieder verschwanden. Zwei Crosses in 2014 und 2015 wurden innerhalb von zwei Monaten durch ein Death Cross ungültig. Andere jüngere Beispiele brachten zwar einen kurzfristigen Anstieg, hielten aber kein Jahr lang. Im Durchschnitt lag der Gewinn über die messbaren drei Monate bei 24,9%, während nur drei der zwölf Signale ein volles Jahr intakt blieben.
USDT deutet auf weniger Defensive hin
Die zusätzliche Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die USDT-Dominanz. Diese Kennzahl zeigt, welcher Teil des Kryptomarkts in Tether steckt. Wenn diese Dominanz sinkt, sehen Trader das oft als Risk-on-Signal, auch wenn es ebenso einfach bedeuten kann, dass Bitcoin und andere Krypto-Assets stärker steigen als der Stablecoin-Bestand.
Die USDT-Dominanz nähert sich jetzt einem Death Cross, bei dem der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt zu fallen droht. Ähnliches passierte bei der USDT-Dominanz bereits im November vergangenen Jahres, woraufhin die Relation wieder anstieg, während Bitcoin fiel. Das macht die aktuelle Kombination aus einem nahenden Bitcoin-Golden-Cross und einer schwächeren USDT-Dominanz für Marktbeobachter besonders interessant.
Bedeutung für europäische Leser
Für europäische Krypto-Anleger ist das relevant, weil Bitcoin weiterhin die Richtung eines großen Teils des Marktes bestimmt. Enrichment-Daten zeigen, dass Bitcoin etwa 57,5% des Kryptomarkts ausmacht, während Stablecoins bei rund 10,73% liegen und Ethereum bei rund 10,8%. Wenn sich das Gleichgewicht von Stablecoins hin zu risikoreicheren Krypto-Assets verschiebt, kann das auch beeinflussen, wie breit die Marktstimmung gelesen wird, zumal Altcoins im Jahr 2026 stark mit Bitcoin mitlaufen.
Der breitere Markt bleibt derweil empfindlich gegenüber der Frage, ob die Rally von echten Zuflüssen oder vor allem von technischen Signalen getragen wird. In diesem Zusammenhang sind auch die jüngsten starken ETF-Zuflüsse relevant, weil sie zeigen, wie wichtig die institutionelle Nachfrage für die nächste Phase der Bitcoin-Bewegung bleibt.