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Bitcoin erreicht Block 961.632 und entfacht die Debatte um BIP-110

Die Miner-Unterstützung für BIP-110 bleibt vorerst niedrig, während Node Operators per UASF die Durchsetzung der neuen Bitcoin-Regel erzwingen wollen.

Bitcoin erreicht Block 961.632 und entfacht die Debatte um BIP-110

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin erreichte Block 961.632, damit hat die verpflichtende Signalphase für BIP-110 begonnen.
  • Die Miner-Unterstützung blieb laut den verfügbaren Zahlen unter 2,5 %, während 55 % nötig sind, um weiterzumachen.
  • Gegner befürchten, dass BIP-110 in einem Chain Split enden könnte, die Signalphase läuft bis Block 965.664.

Mit dem Erreichen von Block 961.632 ist bei Bitcoin die verpflichtende Signalphase für BIP-110 angelaufen. Der Vorschlag zielt darauf ab, nicht-finanzielle Daten im Netzwerk vorübergehend einzuschränken. Die bisher sehr geringe Unterstützung unter den Minern spricht allerdings dafür, dass eine reibungslose Aktivierung derzeit eher unwahrscheinlich ist.

Miner-Unterstützung bleibt deutlich zurück

Die Signalphase startete am Samstag gegen 19:35 UTC. Laut den verfügbaren Zahlen lag die Unterstützung der Miner nur selten über 2,5 %, obwohl 55 % erforderlich sind, damit der Prozess weiterlaufen kann. Der Abstand zwischen Befürwortern und Mining-Branche wird damit sehr deutlich.

Zu den Kritikern zählen auch bekannte Namen aus der Bitcoin-Welt, darunter Strategy-Vorsitzender Michael Saylor und Blockstream-Chef Adam Back. Sie warnen davor, dass der Vorschlag am Ende in einem Chain Split oder in anderen Risiken für das Netzwerk münden könnte.

UASF rückt Nodes in den Mittelpunkt

Befürworter beschreiben BIP-110 als user-activated soft fork, kurz UASF. In diesem Modell würden nicht die Miner, sondern die Node Operators die Durchsetzung der neuen Regel übernehmen, indem sie Blöcke ablehnen, die keine Unterstützung für BIP-110 signalisieren.

Das erinnert an die Aktivierung von SegWit im Jahr 2017 über BIP-148, als Nutzer eine Protokolländerung letztlich auch ohne die nötige Miner-Unterstützung durchgesetzt haben. Der Unterschied liegt diesmal vor allem darin, dass es um die Frage geht, wie viel Raum auf Bitcoin für nicht-finanzielle Daten vorgesehen sein soll und wer darüber am Ende entscheidet.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist die Debatte relevant, weil sie zeigt, wie sensibel die Governance bei Bitcoin auch ohne formale Führungsstruktur bleibt. Sollten Node Operators und Miner weiter klar gegeneinanderstehen, könnte das vorübergehend für Unsicherheit sorgen, welche Kette als die maßgebliche Bitcoin-Kette gilt. Die Signalphase läuft bis zum Bitcoin-Block 965.664, der voraussichtlich in etwa vier Wochen erreicht wird.

Mit zunehmender Spannung rücken auch die praktischen Risiken für Halter stärker in den Fokus. Bei einer möglichen Spaltung können Replay Attacks dazu führen, dass eine Transaktion auf der einen Kette unbeabsichtigt auch auf der anderen Kette ausgeführt wird.


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