Bitfinex entkommt Milliarden-Dollar Ripple-Hackversuch
Die Kryptobörse Bitfinex ist das Opfer eines Exploit-Versuchs geworden.

Die Kryptobörse Bitfinex ist das Opfer eines Exploit-Versuchs geworden. Diesen Beitrag auf X ansehen auf der X-Plattform. Der Versuch einer Attacke wurde jedoch abgewehrt. Laut Ardoino versuchten unbekannte Hacker, die Börse über eine sogenannte "Teilzahlungen-Exploit" anzugreifen.
Die Hacker fälschten eine XRP-Transaktion im Gesamtwert von fast 15 Milliarden US-Dollar vor. Eine gigantische Summe, wenn man die Marktkapitalisierung von Ripple von 31 Milliarden USD betrachtet. Der tatsächliche Überweisungsbetrag betrug jedoch nur ein paar US-Cents. Die Rechnung lautet: Börsen werden vorgemacht, dass enorme Mengen XRP (in diesem Fall mehrere Milliarden US-Dollar) überwiesen werden.
Der vermeintliche Betrag findet sich im Blockchain-Matadata-Feld "Amount". Das Feld "delivered_amount" ist jedoch relevant für die Transaktion. Im Fall des Exploit-Versuchs war dies lediglich 0,001 USD, wie aus Blockchain-Daten hervorgeht. Wenn die Börse jedoch keinen Unterschied zwischen "Amount" und "delivered_amount" macht, könnte das Konto des Angreifers mit dem fiktiven Betrag gutgeschrieben werden.
Paolo Ardoino schreibt auf Platform X: "Jemand versuchte, Bitfinex mit dem "Partial Payments Exploit" anzugreifen. Der Angriff scheiterte, weil Bitfinex das Feld "delivered_amount" korrekt verarbeitet hat."
Trotzdem löste die vermeintliche Milliardentransaktion Wellen aus. Schließlich veröffentlichte der beliebte Blockchain-Tracker "Whale Alert" (3 Millionen Follower auf X) eine entsprechende Warnung, die inzwischen gelöscht wurde.
Hacks und Exploits gehören in der Kryptoszene zum Alltag. Dezentralisierte Börsen, auch DEX genannt, sind ein besonderer Brennpunkt für Hacker, da sie oft Sicherheitsprobleme haben. Allein im letzten November war KyberSwap, eine dezentrale Börse, der mutmaßlich Millionenkosten-Hack das Opfer.