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BitMine steigert Umsatz durch Ethereum-Staking um das 22-Fache

Fast der gesamte Umsatz kam aus Staking und Validation, während die SEC-Filing auch eine hohe nicht zahlungswirksame Abwertung auf den riesigen ETH-Bestand zeigt.

BitMine steigert Umsatz durch Ethereum-Staking um das 22-Fache

Wichtigste Erkenntnisse

  • BitMine hat im Quartal bis zum 31. Mai einen Umsatz von 46,5 Millionen Dollar erzielt, also mehr als 22-mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
  • Rund 98 Prozent der Erlöse kamen aus Staking und Validation, während dieser Posten ein Jahr zuvor noch bei null lag.
  • Für neun Monate weist das Unternehmen einen Nettoverlust von 9,1 Milliarden Dollar aus, vor allem wegen einer nicht zahlungswirksamen Abwertung auf die Ethereum-Position.

BitMine Immersion Technologies hat im Quartal bis zum 31. Mai einen Umsatz von 46,5 Millionen Dollar (40,8 Millionen Euro) verbucht. Damit lag der Erlös mehr als 22-mal höher als im Vorjahreszeitraum. In der jüngsten Filing wird dieser Anstieg allerdings von einem Nettoverlust über neun Monate in Höhe von 9,1 Milliarden Dollar (8 Milliarden Euro) deutlich überlagert. Ausschlaggebend war vor allem eine nicht zahlungswirksame Abwertung auf die Ethereum-Position des Unternehmens.

Staking wird zum Motor

Die Zahlen machen deutlich, wie schnell sich BitMine von einem Anbieter mit überschaubaren Krypto-Einnahmen zu einem Unternehmen mit klarem Fokus auf Staking entwickelt hat. Laut der Filing entfielen 45,7 Millionen Dollar (40,1 Millionen Euro) und damit rund 98 Prozent des Gesamtumsatzes auf Staking und Validation. Ein Jahr zuvor stand dieser Posten noch bei null. Die übrigen Erlöse kamen aus kleineren Self-Mining- und Consulting-Aktivitäten und summierten sich zusammen auf weniger als 800.000 Dollar (701.400 Euro).

Das Wachstum steht im Zusammenhang mit dem Ausbau des Ethereum-Bestands von BitMine und dem Start der MAVAN-Validator-Plattform, die Anfang 2026 live ging. Das Unternehmen erklärte, dass inzwischen 4,9 Millionen ETH gestaked sind, was rund 85 Prozent der Bestände entspricht. Tom Lee sagte dazu, die annualisierte Staking-Umsatzrate werde inzwischen auf 242 Millionen Dollar (212 Millionen Euro) geschätzt. Zudem hätten die eigenen Staking-Aktivitäten auf 7-Tage-Basis eine Rendite von 2,70 Prozent auf Jahresbasis gezeigt.

Größte Corporate ETH-Treasury

Nach den neuesten Daten hält BitMine 5,77 Millionen ETH im Gegenwert von rund 10,5 Milliarden Dollar (9,2 Milliarden Euro). Das entspricht etwa 4,8 Prozent des gesamten Angebots und macht das Unternehmen zur größten Corporate ETH Treasury. Genau diese Größenordnung erklärt auch, warum die Ergebnisse so stark auf Schwankungen beim Ethereum-Kurs reagieren.

BitMine versucht, dieses Kursrisiko mit einer laufenden Einnahmequelle aus Staking zu verbinden. Das ist nicht nur für das Unternehmen selbst relevant: Eine aktuelle Studie zeigt, dass Staking im Jahr 2025 für 60 Prozent des ausgewiesenen Umsatzes bei börsennotierten ETH-Treasury-Unternehmen verantwortlich war. Für europäische Krypto-Anleger ist das ein wichtiger Indikator, weil er zeigt, wie schnell sich Treasury-Modelle rund um Ethereum professionalisieren.

Verlust vor allem buchhalterisch

Der ausgewiesene Verlust von 9,1 Milliarden Dollar (8 Milliarden Euro) wirkt auf den ersten Blick extrem, ist aber größtenteils nicht operativer Natur. BitMine schreibt in der SEC-Filing, dass 9,04 Milliarden Dollar (7,9 Milliarden Euro) davon auf eine nicht realisierte Abwertung digitaler Assets entfallen. Im Quartal bis zum 31. Mai lag der Nettoverlust bei 83,6 Millionen Dollar (73,3 Millionen Euro), während sich der operative Verlust auf 11,9 Millionen Dollar (10,4 Millionen Euro belief).

Hinzu kam ein weiterer Verlust von 92 Millionen Dollar (80,7 Millionen Euro) aus Derivatekontrakten. Damit bleibt BitMine ein klarer Fall mit zwei sehr unterschiedlichen Ebenen: Das Staking-Geschäft wächst kräftig, während die ausgewiesene Gewinn- und Verlustrechnung weiterhin stark von der Entwicklung des ETH-Kurses abhängt.


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