Black Monday: Ethereum, Ripple, Solana und andere stürzen ab
Für den Kryptosektor beginnt die neue Handelswoche blutig.

Für den Kryptosektor beginnt die neue Handelswoche blutig. Während Bitcoin sich mede durch die eskalierende Handelsoorlog noch relativ gleich op bewegt mit den traditionellen finanziellen Märkten, sieht es für viele altcoins deutlich düsterer aus.
Anfangs wirkten viele Altcoins überraschend widerstandsfähig, nachdem Donald Trump am vergangenen Mittwochabend ein historisches Paket von Importzöllen ankündigte. Doch am Wochenende kam der Schlag: Länder wie China kündigten schwere Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die US-Tarife an, was Panik unter Investoren auslöste.
Die Panik war vor allem bei Altcoins spürbar. Seit Mittwoch sind die Kursverluste stark:
- Ethereum (ETH) ist um 24 Prozent gefallen. Die zweitgrößte Kryptowährung berührte kurz die Marke von 1.400 Dollar. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert ETH bei 1.482 Dollar.
- XRP (Ripple) fiel fast 23 Prozent seit der Ankündigung der Tarife. Die Münze liegt nun fast 50 Prozent unter dem Rekordniveau von Januar. XRP wird derzeit bei 1,74 Dollar gehandelt.
- Solana (SOL) zeigt ein ähnliches negatives Bild: ein Rückgang von 21 Prozent. Damit wurde ein neues Tief erreicht. Die Münze rutschte kurz unter die psychologische Marke von 100 Dollar und steht jetzt wieder auf dem Niveau von Februar 2024, meilenweit entfernt von dem Höhepunkt im Januar.
- Cardano (ADA) entging knapp der „Minus-20%-Klub“ mit einem Rückgang von 19,5 Prozent seit Mittwoch. ADA steht derzeit bei 0,54 Dollar.
Auch an den Futures-Märkten ist der Schaden groß. Insgesamt wurden Positionen im Wert von 1,4 Milliarden Dollar liquidiert. Bitcoin trug gut 30 Prozent davon bei (483 Millionen Dollar), gefolgt von Ethereum mit 408 Millionen. Solana und XRP machen jeweils rund 5 Prozent aus (71 bzw. 67 Millionen Dollar).
Das Gesamtergebnis ist eindeutig: Bitcoin performt relativ besser als der Rest des Marktes. Seit Jahresbeginn ist die Dominanz von BTC auf 63,6 Prozent gestiegen, das höchste Niveau seit Februar 2021.