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BlackRock: Krypto-Assets sinken trotz Zuflüssen um 39 Prozent

Zuflüsse in BlackRocks Bitcoin- und Ethereum-ETFs hielten an, doch Kursverluste drückten den Fondswert spürbar. Der iShares Bitcoin Trust bleibt dennoch der größte Spot-Bitcoin-ETF.

BlackRock: Krypto-Assets sinken trotz Zuflüssen um 39 Prozent

Wichtigste Erkenntnisse

  • BlackRocks digitale-Asset-Sparte fiel innerhalb eines Jahres von 79,6 Milliarden Dollar auf 48,8 Milliarden Dollar, was einem Minus von fast 39 Prozent entspricht.
  • Trotz 15,1 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen wurde das Wachstum von 45,8 Milliarden Dollar an Marktwertverlusten überkompensiert, im zweiten Quartal kamen zudem 3,1 Milliarden Dollar an Abflüssen hinzu.
  • Der Rückgang steht im Zusammenhang mit schwächeren Kryptokursen; Bitcoin verlor im selben Zeitraum mehr als 14 Prozent, Ether gab um 25 Prozent nach.

BlackRock musste bei seiner digitalen Asset-Sparte innerhalb eines Jahres einen deutlichen Wertverlust hinnehmen, obwohl weiter Geld in die Krypto-Produkte des Hauses floss. Das unterstreicht, wie stark die Entwicklung am Kryptomarkt auch beim größten Vermögensverwalter der Welt auf die Zahlen durchschlägt.

Wert sinkt deutlich

Zum Ende des zweiten Quartals kam BlackRocks Geschäft mit digitalen Assets auf 48,8 Milliarden Dollar (42,8 Milliarden Euro). Ein Jahr zuvor waren es noch 79,6 Milliarden Dollar (69,8 Milliarden Euro). Damit ergibt sich ein Rückgang von fast 39 Prozent. Zwar verzeichnete der Bereich im selben Zeitraum Nettozuflüsse von 15,1 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro), doch diese wurden von 45,8 Milliarden Dollar (40,2 Milliarden Euro) an Marktwertverlusten mehr als aufgezehrt, wie aus den Quartalszahlen des Unternehmens hervorgeht.

Auch im zweiten Quartal blieb der Druck spürbar. BlackRock meldete für seine digitalen Asset-Produkte Nettoabflüsse von 3,1 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro). Die Zahlen machen deutlich, dass das Krypto-ETF-Geschäft des Konzerns weiterhin eng an die Kursentwicklung von Bitcoin und Ethereum gekoppelt ist. Ein ähnliches Bild zeigte sich bereits, als die US-amerikanischen Spot-Fonds wegen nachlassender Nachfrage nach Bitcoin-Produkten erneut unter Druck gerieten, etwa beim BlackRock IBIT.

Bitcoin und Ethereum belasten mit

Der Rückgang fiel in ein insgesamt schwächeres Quartal für Krypto. Bitcoin verlor in diesem Zeitraum mehr als 14 Prozent, Ether gab um 25 Prozent nach. Für BlackRock spiegelte sich das unmittelbar im Fondswert wider, auch wenn die Nachfrage von Anlegern grundsätzlich bestehen blieb.

Trotz der Marktschwäche bleibt BlackRock einer der dominierenden Anbieter im Segment der Spot-Bitcoin-ETFs. Der iShares Bitcoin Trust ist inzwischen der größte Spot-Bitcoin-ETF und verwaltet mehr als 70 Milliarden Dollar (61,4 Milliarden Euro), deutlich mehr als der Konkurrent Fidelity mit rund 14 Milliarden Dollar (12,3 Milliarden Euro). Auch der iShares Ethereum Trust bekam die schwächere Marktphase zu spüren und kam über die vergangenen zwölf Monate auf eine Gesamtrendite von -37,24 Prozent.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem deshalb relevant, weil es zeigt, wie schnell sich ETF-Zuflüsse und Fondswert voneinander entfernen können, wenn der Markt korrigiert. BlackRock hält zwar an digitalen Assets fest und peilt bis 2030 einen Jahresumsatz von 500 Millionen Dollar (438 Millionen Euro) in diesem Bereich an, nach derzeit rund 40 Millionen Dollar (35,1 Millionen Euro) aus Basisgebühren und Wertpapierleihe. Für große Vermögensverwalter macht das den Sektor zwar attraktiver, zugleich aber auch anfälliger für Schwankungen bei Bitcoin und Ether.


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