BlackRock reicht vierte Änderung für Bitcoin-ETF mit Rendite ein
BlackRock macht einen weiteren Schritt in Richtung eines Bitcoin-ETFs, der Kurs-Exposure mit Rendite verbindet. Die niedrigere Gebühr und die Konkurrenz mit Goldman Sachs machen den Start zusätzlich relevant.

Wichtigste Erkenntnisse
- BlackRock hat eine vierte Änderung für seinen iShares Bitcoin Premium Income ETF eingereicht.
- Der Fonds kombiniert Spot-Bitcoin-Exposure mit Covered-Call-Strategien, um Rendite zu generieren.
- Der ETF bekommt eine Verwaltungsgebühr von 0,65 % und den Ticker BITA und konkurriert mit ähnlichen Produkten.
BlackRock, der größte Asset-Manager der Welt, hat eine vierte Änderung für seinen geplanten Bitcoin-Exchange-Traded-Fund (ETF) eingereicht. Dieser Schritt folgt auf frühere Anpassungen und bringt den Fonds einer möglichen Einführung näher.
Neuer ETF mit Fokus auf Rendite
Der ETF, bekannt als iShares Bitcoin Premium Income ETF, kombiniert Exposure zu Spot-Bitcoin mit einem Mechanismus zur Renditegenerierung. Das passiert über eine aktiv gemanagte Strategie, bei der Call-Optionen auf die Anteile von BlackRocks bestehendem iShares Bitcoin Trust (IBIT) und teils auch auf Bitcoin-bezogene ETP-Indizes verkauft werden. Mit diesem "Covered Call"-Ansatz können Anleger von Prämieneinnahmen profitieren und trotzdem an den Kursbewegungen von Bitcoin beteiligt bleiben.
In der jüngsten Einreichung bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission steht, dass der Fonds eine Verwaltungsgebühr von 0,65 % verlangen wird. Das ist im Vergleich zu den zwei größten ähnlichen "Covered Call"-Bitcoin-ETFs, YBTC und BTCI, wettbewerbsfähig, die 0,95 % beziehungsweise 0,99 % kosten. Laut Analysten könnte diese niedrigere Gebühr ein attraktiver Vorteil für kostenbewusste Anleger sein.
Marktposition und Wettbewerb
BlackRocks bestehender iShares Bitcoin Trust (IBIT), der an der Nasdaq unter dem Kürzel IBIT gehandelt wird, ist aktuell der größte Spot-Bitcoin-Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund $47,21 Milliarden (€40,9 Milliarden). Das gibt BlackRock einen erheblichen Einfluss auf die Preisfindung von Bitcoin und auf die institutionelle Stimmung rund um den Kryptomarkt.
Der neue ETF, der unter dem Ticker BITA gelistet werden soll, gilt als direkter Konkurrent von Goldman Sachs, das voraussichtlich um Juli ein ähnliches Produkt auf den Markt bringen wird. Marktanalysten erwarten, dass BlackRock schnell starten dürfte, um dieser Konkurrenz zuvorzukommen.
Relevanz für europäische Anleger
Auch wenn sich dieser ETF auf den US-Markt konzentriert, könnte die Einführung eines Yield-generierenden Bitcoin-Fonds von einem großen Anbieter wie BlackRock auch für europäische Anleger relevant sein. Sie zeigt das wachsende Interesse an strukturierten Krypto-Investmentprodukten, die neben Kursgewinnen auch ein stabileres Einkommen anstreben. Das könnte auf einen breiteren Trend im Kryptomarkt hindeuten, bei dem Anleger nach Diversifikation und Risikomanagement suchen.