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BRICS-Länder plädieren für eine neue Weltreservemünze

Die BRICS-Länder haben nach ihrem letzten Treffen angekündigt, dass sie erwägen, gemeinsam an einer neuen Weltreservemünze zu arbeiten.

BRICS-Länder plädieren für eine neue Weltreservemünze

Die BRICS-Länder haben nach ihrem letzten Treffen angekündigt, dass sie erwägen, gemeinsam an einer neuen Weltreservemünze zu arbeiten. Das meldete die russische Nachrichtenagentur Tass. Es ist vorgesehen, den US-Dollar als globale Reservewährung abzulösen und sein Machtzentrum zu beenden.

Ein Argument für eine neue Weltreservemünze wird oft genannt als die prozentuale Verteilung der Weltbevölkerung: Etwa drei Milliarden Menschen leben in den BRICS-Ländern, während nur 11 Prozent der Weltbevölkerung in den G7-Ländern wohnen.

Putin als treibende Kraft

Aufgrund der Sanktionen und dem Ausschluss aus dem SWIFT-System kann Russland seine wirtschaftliche Macht nicht mehr voll ausschöpfen. Es ist daher klar, warum insbesondere Putin Druck auf die Planung einer neuen Weltreservemünze unter Einfluss der BRICS-Länder ausübt.

"Die Frage der Einführung einer internationalen Reservemünze auf Basis der Währungsmächte unserer Länder wird geprüft. Wir sind bereit, eine offene Zusammenarbeit mit allen fairen Partnern einzugehen," erklärte er bei der Konferenz.

Kampf um die monetäre Souveränität: Bitcoin als Alternative?

Bereits in einer Rede beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg in diesem Jahr nahm Putin einen Seitenhieb gegen den US-Dollar und die dahinterstehende Regierung: "Nichts dauert ewig. Die Amerikaner denken, dass sie und der Dollar einzigartig sind. Und wenn sie denken, dass sie einzigartig sind, bedeutet das, dass alle anderen zweitrangig sind."

In der derzeit angespannten Marktphase könnte sich aus dem Konflikt zwischen Ost und West ein neues System herausbilden: Kryptowährungen. El Salvador und die Zentralafrikanische Republik setzen bereits auf Bitcoin und seine dezentrale Versprechung. Auch Venezuela und der Iran handeln bereits mit Kryptowährungen.

Nun ist der Euro zuletzt auf ein historisches Tief gesunken, viele schauen sich die aktuelle Lage genauer an.

Banken dürfen Krypto halten

Banken scheinen nun auch auf die Größe des Kryptomarktes zu reagieren. Erst Ende Juni erlaubte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) regulären Banken, Krypto-Assets wie Bitcoin zu halten. Laut diesem Artikel muss das Gesamtrisiko von "Krypto-Assets der Gruppe 2" auf 1 Prozent des Tier-1-Kapitals minimiert werden. Es ist derzeit unklar, inwieweit die Banken bisher diesem Wunsch nachgekommen sind.


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