BRICS wollen Blockchain einsetzen, um Dedollarisierung voranzutreiben
Die BRICS-Länder streben danach, sich von der Abhängigkeit vom US-Dollar zu lösen und die internationale Finanzarchitektur zu reformieren.

Die BRICS-Länder streben danach, sich von der Abhängigkeit vom US-Dollar zu lösen und die internationale Finanzarchitektur zu reformieren. Die Blockchain-Technologie und CBDCs (Central Bank Digital Currencies) werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Am 23. Oktober trafen sich die Führer der BRICS-Länder in Kazan, Russland, um die geopolitische Lage zu erörtern. Dedollarisierung, also die Verringerung der Abhängigkeit vom US-Dollar im internationalen Handel, stand ganz oben auf der Agenda.
Der chinesische Präsident Xi Jinping betonte, dass es einen dringenden Bedarf gibt, die internationalen Finanzstrukturen zu reformieren. "BRICS muss eine führende Rolle bei der Förderung eines neuen Systems spielen, das die tiefgreifenden Veränderungen im globalen Machtgleichgewicht der Wirtschaft besser widerspiegelt", erklärte er.
Wladimir Putin kündigte das Projekt BRICS Pay an, das grenzüberschreitende Transaktionen zwischen BRICS-Ländern reibungsloser ablaufen lassen soll, mit geringerer Abhängigkeit von westlichen Finanzsystemen. Das Projekt zielt darauf ab, US-Sanktionen zu umgehen. Das Modell, das wie eine CBDC wirkt, basiert auf Blockchain-Technologie, um Zahlungen zu ermöglichen. Putin zeigte auf dem BRICS-Gipfel bereits eine physische Banknote, die Teil dieses Systems sein wird.
Kürzlich hat der Kreml eine umfassende Regulierung eingeführt, die ab November den Einsatz von Kryptowährungen im Außenhandel erlauben wird.
Traditionell besteht die BRICS-Gruppe aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, doch die Gruppe hat sich inzwischen auf Länder wie Ägypten, Äthiopien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate erweitert. Eine weitere Erweiterung wird in der Zukunft erwartet.