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Cardano aktiviert Van-Rossem-Hard-Fork und richtet den Blick auf ADA

Das Upgrade soll Plutus und die Smart-Contract-Schicht beschleunigen, während Cardanos Voltaire-Governance zum ersten Mal eine große Änderung vollständig genehmigt hat.

Cardano aktiviert Van-Rossem-Hard-Fork und richtet den Blick auf ADA

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cardano hat am 18. Juli die Van-Rossem-Hard-Fork aktiviert und damit Protocol Version 11 live geschaltet.
  • Das Upgrade soll schnellere und günstigere Smart Contracts ermöglichen und verbessert zudem die Node-Security.
  • Die erste große Änderung über die Voltaire-Governance wurde von mehr als 77 Prozent der delegated representatives und 52 Prozent der stake pool operators genehmigt.

Cardano hat am 18. Juli die Van-Rossem-Hard-Fork umgesetzt und damit Protocol Version 11 aktiviert. Der Übergang verlief laut den vorliegenden Informationen ohne größere Probleme, abgesehen von einer kurzen Blocklücke. Das Upgrade soll die Basis für schnellere und kostengünstigere Smart Contracts im Netzwerk schaffen. Für ADA-Anleger bleibt damit vor allem die Frage, ob dieser technische Schritt auch eine nachhaltigere Erholung des Kurses unterstützen kann.

Was Van Rossem verändert

Eine Hard Fork bedeutet eine dauerhafte Anpassung der Protokollregeln, bei der alle Nodes auf die neue Version wechseln müssen. Van Rossem ging gegen 21:45 UTC live und ist nach dem Mitwirkenden Max van Rossem benannt, der innerhalb von Cardano als wichtige Figur gilt. Nach den verfügbaren Angaben hatte das Upgrade keine spürbaren Auswirkungen auf Nutzer oder ihre Holdings.

Im Mittelpunkt der Änderung steht die Smart-Contract-Schicht. Plutus soll schneller ausgeführt werden, außerdem kommen neue integrierte Funktionen hinzu und die Cost Models wurden angepasst. Auch die Node-Security wurde gestärkt, was die Infrastruktur des Netzwerks widerstandsfähiger machen dürfte.

Governance bekommt mehr Gewicht

Bemerkenswert ist, dass dies das erste größere Upgrade ist, das vollständig über Cardanos Voltaire-Governance genehmigt wurde. Mehr als 77 Prozent der delegated representatives und 52 Prozent der stake pool operators stimmten dafür. Cardano zeigt damit, dass On-Chain-Entscheidungen nicht nur ein theoretisches Konzept sind, sondern tatsächlich für netzwerkweite Änderungen genutzt werden können.

Intersect, das die Entwicklung von Cardano koordiniert, bezeichnete die Aktivierung als Hinweis darauf, dass die Governance reifer wird. Das Upgrade bleibt zudem innerhalb der Conway-Governance-Umgebung, weil es sich um eine intra-era Änderung und nicht um eine neue Phase des Netzwerks handelt.

Warum ADA-Anleger hinschauen

Für den Kryptomarkt ist das relevant, weil technische Upgrades allein oft nicht ausreichen, um einen Trend nachhaltig zu drehen. ADA notierte bei rund 0.166 $3 (0,15 €) und lag damit etwa 1,2 Prozent über dem Vortag. Frühere Cardano-Hard-Forks sorgten zwar meist zunächst für Euphorie, danach folgte aber häufig eine Konsolidierung, sofern nicht tatsächlich mehr Nutzung hinzukam. Entscheidend ist daher nicht nur, ob der Code verbessert wurde, sondern auch, ob Entwickler, DeFi-Projekte und NFT-Anwendungen das Netzwerk anschließend stärker nutzen.

Hinzu kommt, dass Input Output ab August Kerninfrastruktur, darunter die Plutus-Plattform und die Daedalus Wallet, an externe Parteien übergibt. Damit werden die kommenden Monate besonders wichtig dafür, wie Cardano seine technische Roadmap und die operative Umsetzung aufeinander abstimmt.


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