CEO von Solana Labs: «Ich schäme mich»
Anatoly Yakovenko, Mitgründer von Solana, hat sich zu der vielbeachteten Werbekampagne „America Is Back – Time to Accelerate“ geäußert.

Anatoly Yakovenko, Mitgründer von Solana, hat sich zu der vieldiskutierten Werbekampagne „America Is Back – Time to Accelerate“ geäußert. Der Werbespot, der politische Themen wie Geschlechtsidentität verspottete, löste eine Welle von Kritik aus.
Yakovenko lobte Mitglieder des Solana-Ökosystems, die das Chaos anprangerten. Das Video, das innerhalb kurzer Zeit 1,2 Millionen Mal angesehen wurde und etwa 1.300 Kommentare erhielt, wurde etwa neun Stunden nach der Veröffentlichung gelöscht.
Yakovenko betonte, dass er künftig darauf achten wird, dass Solana sich weiter auf Open-Source-Software und Dezentralisierung konzentriert und sich nicht in kulturelle Konflikte hineinziehen lässt.
Obwohl Solana selbst keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, hat der offizielle X-Account von Solana seinen Beitrag geteilt.
Der umstrittene Werbespot
Das zweieinhalb Minuten lange Video, das zur Förderung der Solana Accelerate-Konferenz veröffentlicht wurde, zeigte einen Mann in einer Therapiesitzung. Er wurde als Personifikation Amerikas dargestellt und erzählte, dass er über Innovationen nachdachte, wie Kryptowährungen und KI.
Sein Therapeut reagierte darauf mit dem Hinweis, er solle besser „etwas Produktives tun, wie die Erfindung eines neuen Geschlechts“ und sich auf Pronomen konzentrieren.
Der Mann erwiderte verbal, was von vielen als Angriff auf fortschrittliche Werte interpretiert wurde.
Kritik aus der Crypto-Gemeinschaft
Die Werbung kam besonders heftig an, weil Solana neun Tage zuvor gepostet hatte: „Solana ist für alle da“. Dies führte zu Enttäuschung bei vielen Beteiligten, darunter Adam Cochran, Partner bei der Investmentfirma Cinneamhain Ventures.
Cochran hob hervor, dass transgeschlechtliche Personen einen enormen Beitrag zu Open-Source-Software und Kryptografie leisten.
Er fügte hinzu:
„Was diese Gemeinschaften so großartig machte, war, dass es immer um das ging: Es ist egal, wer du bist, sondern was du tust.“