Chainalysis: Russland nutzt Krypto, um Sanktionen zu umgehen
Laut Vertretern des Blockchainanalyseunternehmens Chainalysis nutzt Russland zunehmend Krypto, um Sanktionen zu umgehen, aber auch für Desinformation und Wahlbeeinflussung.

Nach Aussage von Chainalysis-Vertretern nutzt Russland zunehmend Krypto, um Sanktionen zu umgehen, aber auch für Desinformation und Wahlbeeinflussung. Das Land hat „ein Gesetzesentwurf eingeführt, um grenzüberschreitende Zahlungen zu erleichtern, insbesondere über Kryptowährungen“, sagt Chainalysis-Abteilungsleiter für nationale Sicherheitsintelligenz Andrew Fierman in einem YouTube-Talk.
Er deutet darauf hin, dass dies ein Schritt zur Umgehung der westlichen Sanktionen ist. Sein Kollege Valerie Kennedy vermutet hingegen, dass der Einsatz von Kryptowährungen eigentlich ein Zeichen für die Unsicherheit der russischen Regierung sei. Ihre Begründung: „In der perfekten Welt Russlands würden sie eine digitale Zentralbankwährung verwenden“. Doch deren Entwicklung verlief zu langsam, weshalb sie gezwungen waren, stattdessen verschiedene Kryptowährungen zu verwenden.
Vor nur wenigen Wochen unterzeichnet Präsident Wladimir Putin ein Gesetz, das Kryptomining in Russland legalisierte. Er wollte „den Moment nutzen“, um einen gesetzlich Rahmen für den Kryptohandel zu schaffen. „Russland ist in diesem Bereich am auffälligsten und möglicherweise am fortschrittlichsten, aber wir sehen solche Bemühungen weltweit“, sagt Kennedy, die zuerst auf China und Iran verweist. 88 Prozent der weltweiten Währungstransaktionen werden weiterhin in US-Dollar abgewickelt. Immer mehr Länder suchen nun nach Alternativen, darunter Krypto. nach Alternativen.