Coinbase führt spezielle Konten für KI-Bots ein, damit sie im Namen von Nutzern handeln und zahlen können
Coinbase lässt KI-Bots künftig über separate Konten eigenständig handeln und zahlen. Der Dienst verbindet Automatisierung mit klaren Limits und neuen Zahlungsstandards.

Wichtigste Erkenntnisse
- Coinbase startet Coinbase for Agents, damit KI-Bots eigenständig im Namen von Nutzern handeln, Geld verwalten und Zahlungen ausführen können.
- Die Bots bekommen eigene Konten und Unterkonten und unterstützen das x402-Protokoll für Machine-to-Machine-Zahlungen, inklusive Stablecoins wie USDC.
- Nutzer können Limits und erlaubte Aktionen festlegen; der Dienst startet mit Spot Trading und wird später um Aktien, Derivate und Prognosemärkte erweitert.
Coinbase führt mit „Coinbase for Agents“ einen neuen Dienst ein, mit dem Nutzer KI-Bots einsetzen können, die eigenständig in ihrem Namen handeln, Geld verwalten und Zahlungen ausführen. Diese Bots bekommen eigene Konten und Unterkonten, damit sie ohne manuelles Eingreifen des Nutzers arbeiten können. So können Nutzer zum Beispiel per natürlicher Sprache Anweisungen geben, um ihr Portfolio automatisch neu auszubalancieren oder Marktstrategien umzusetzen.
Innovative KI-Integration und Zahlungen
Die KI-Bots können nicht nur handeln, sondern auch Marktrecherche machen und je nach konkreter Handelsstrategie aktiv oder passiv agieren. Ein wichtiger Teil des Angebots ist die integrierte Unterstützung für das x402-Protokoll, einen offenen KI-Zahlungsstandard, den Coinbase entwickelt hat. Dieses Protokoll ermöglicht es KI-Agenten, Machine-to-Machine-Zahlungen auszuführen, etwa Micropayments für den Zugriff auf bezahlte Inhalte, Premium-APIs oder Datendienste.
Das x402-Protokoll ist blockchain-agnostisch und unterstützt verschiedene Zahlungsmethoden, darunter Stablecoins wie USDC. Das gibt KI-Bots mehr Flexibilität, um Transaktionen über verschiedene Plattformen hinweg auszuführen. Inzwischen haben mehr als 10.000 Online-Händler das Protokoll integriert, was die Verbreitung von agentengetriebenem Commerce und autonomen Zahlungen beschleunigt.
Sicherheit und Kontrolle für Nutzer
Sicherheit steht bei Coinbase for Agents im Mittelpunkt. Nutzer können ihre KI-Bots in isolierten Sandboxes laufen lassen, wodurch der Zugriff auf ihr Hauptkonto begrenzt bleibt. Außerdem können sie Parameter wie maximale Handelsgröße, erlaubte Interaktionen und Ausgabelimits festlegen. Das funktioniert ähnlich wie bei einer separaten Budgetkarte, bei der der KI-Agent innerhalb vorher festgelegter Grenzen handelt.
Laut Lincoln Murr, Head of AI Product bei Coinbase, wurden diese Sicherheitsmaßnahmen auch entwickelt, um Risiken zu begrenzen, etwa das Szenario, dass ein KI-Agent außerhalb der vorgesehenen Vorgaben handelt. Der Dienst startet mit Zugang zum Spot Trading von Coinbase, soll aber bald um Aktien, Derivate und Prognosemärkte erweitert werden.
Relevanz für europäische Krypto-Nutzer
Die Einführung von Coinbase for Agents könnte auch für europäische Krypto-Nutzer relevant sein, weil sie den Umgang mit KI und Krypto deutlich verändern kann. Wenn KI-Bots eigenständig handeln und zahlen können, wird das Management von Krypto-Portfolios effizienter und möglicherweise auch zugänglicher. Das könnte vor allem in einem Markt interessant sein, in dem Automatisierung und KI immer wichtiger werden, vorausgesetzt, Nutzer behalten genug Kontrolle und Sicherheit. Die breitere KI-Rally steht dabei nicht losgelöst von Sorgen über die Nachhaltigkeit des Hypes; Citadel warnt vor Abkühlung des KI-Hypes kurz vor dem SpaceX-IPO hat schon früher auf steigende Kosten und möglichen Druck auf die Adoption von KI-Anwendungen hingewiesen.