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Coins.ph droht nach BSP-Vorgehen der Lizenzverlust

Die BSP verschärft die Aufsicht weiter nach Meldungen über Transaktionen mit Offshore-Glücksspielunternehmen. Coins.ph wickelt viel Peso-zu-Stablecoin-Handel ab und könnte seine Lizenz verlieren.

Coins.ph droht nach BSP-Vorgehen der Lizenzverlust

Wichtigste Erkenntnisse

  • Coins.ph steht nach Meldungen über Transaktionen mit Offshore-Glücksspielunternehmen unter Druck der philippinischen Zentralbank.
  • Laut Quellen könnte die Aufsicht der Exchange nach jüngsten Einschränkungen und dem Abgang von Compliance-Mitarbeitern die Lizenz entziehen.
  • Coins.ph verarbeitet rund 50 Millionen Dollar pro Tag und dominiert 75 % bis 80 % der Peso-zu-Stablecoin-Liquidität auf den Philippinen.

Coins.ph, die größte Krypto-Exchange der Philippinen, steht nach Meldungen über Transaktionen mit Offshore-Glücksspielunternehmen unter starkem Druck der Zentralbank. Nach Angaben von zwei beteiligten Personen könnte die Aufsicht sogar die Lizenz des 12 Jahre alten Unternehmens entziehen. Das könnte erhebliche Folgen für eine Plattform haben, die mehr als 18 Millionen Kunden bedient und einen wichtigen Teil des Peso-zu-Stablecoin-Handels im Land kontrolliert.

Strenge Linie der Aufsicht

Der Schritt passt zu einer breiteren Verschärfung der philippinischen Krypto-Aufsicht. Die Bangko Sentral ng Pilipinas, kurz BSP, hält seit September 2025 ein Moratorium für neue VASP-Lizenzen aufrecht, weil die Risiken im Markt höher sind. Im Juni 2026 kam hinzu, dass lizenzierte Anbieter keine Privacy Coins mehr listen dürfen und vor der Aufnahme eines Tokens eine ausführlichere Prüfung vornehmen müssen.

Den Quellen zufolge wurden Coins.ph Anfang dieses Monats bereits Einschränkungen für Einzahlungen über die Haupt-Wallet von DCPay Philippines auferlegt, dem Unternehmen hinter der Wallet-Infrastruktur der Exchange. Die Maßnahme folgte auf den Abgang mehrerer Compliance-Mitarbeiter, darunter Chief Compliance Officer Lexi Herrera, Anti-Money-Laundering-Spezialist Chris Beaño und Money Laundering Reporting Officer Irish Calagui.

Bedeutung für den philippinischen Kryptomarkt

Coins.ph verarbeitet nach den verfügbaren Zahlen rund 50 Millionen Dollar an Spotvolumen pro Tag und hält schätzungsweise 75 % bis 80 % der Peso-zu-Stablecoin-Liquidität. Das macht die Plattform in einem Land wichtig, in dem Millionen Menschen Geld aus dem Ausland zurücküberweisen. Die Philippinen gehören zu den größten Empfängern von Remittances weltweit, mit jährlich etwa 43 Milliarden Dollar (38,4 Milliarden Euro) an Überweisungen.

Der Fall zeigt auch, wie streng die philippinischen Regeln inzwischen geworden sind. Neben der BSP beaufsichtigt auch die Securities and Exchange Commission Teile des Kryptosektors über die CASP-Regeln, die 2025 eingeführt wurden. Für europäische Leser ist das relevant, weil es zeigt, dass Aufseher immer häufiger nicht nur auf das Handelsvolumen schauen, sondern auch auf Lizenzen, Compliance und die Herkunft von Transaktionen. Auch anderswo ziehen die Behörden die Zügel an: In Indien hat die FIU kürzlich 15 Krypto-Exchanges wegen AML-Regeln gewarnt, was zeigt, dass strengere Durchsetzung nicht auf einen einzelnen Markt beschränkt bleibt.

Folgen für Nutzer

Coins.ph war eine der ersten Krypto-Wallets und Exchanges auf den Philippinen und entwickelte sich später zu einem breiteren Finanzdienstleister. Das Unternehmen reagierte, ebenso wie die BSP, nicht auf Anfragen um Stellungnahme. Vorläufig ist nicht klar, wie weit die Maßnahmen genau reichen, aber ein Entzug der Lizenz könnte den Zugang zu Krypto und Stablecoins in einem wichtigen Teil des philippinischen Marktes deutlich beeinträchtigen.


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