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Krypto-Majors verlieren bis zu 10 Prozent, während KI-Aktien gefragt sind

Bitcoin hielt sich besser als Dogecoin, Ether und XRP, während Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs und ein starker Dollar den Druck erhöhen.

Krypto-Majors verlieren bis zu 10 Prozent, während KI-Aktien gefragt sind

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Kryptomarkt ist in der vergangenen Woche spürbar unter Druck geraten. Besonders Dogecoin und HYPE zählten zu den größten Verlierern, während Bitcoin ein Minus von 5,3 % verbuchte.
  • Gleichzeitig floss Kapital in Aktien mit KI-Bezug. Der gleichgewichtete S&P 500 markierte dabei sogar ein Rekordhoch.
  • Zusätzlicher Gegenwind kommt von Abflüssen aus Bitcoin-ETFs, dem hohen Zinsniveau und einem starken Dollar. Das könnte die Volatilität am Kryptomarkt weiter erhöhen.

Der Kryptomarkt hat in der vergangenen Woche deutlich nachgegeben. Bei einigen der größeren Tokens lagen die Verluste bei fast 10 Prozent. Dogecoin und Hyperliquids HYPE gehörten mit Rückgängen von 9,6 % beziehungsweise 9,9 % zu den schwächsten Werten. Auch Ether und XRP verloren mit 8,4 % und 7,8 % spürbar an Boden, während sich Solana und Tron vergleichsweise stabil hielten. Bitcoin zeigte sich etwas widerstandsfähiger und notierte mit einem Minus von 5,3 % bei rund $60.345 (€52.900), nachdem der Kurs zwischenzeitlich auf etwa $58.800 (€51.600) gefallen war.

Anleger verlagern den Fokus auf KI-Aktien

Die Schwäche am Kryptomarkt fällt zeitlich mit einer Umschichtung von Anlegergeldern in Aktien zusammen, die vom Trend rund um künstliche Intelligenz (KI) profitieren. Während die zuvor führenden Chipwerte an Dynamik verloren, legte eine breitere Gruppe von Unternehmen zu, die mit nachhaltigem Wachstum in Verbindung gebracht wird. Der gleichgewichtete S&P 500 erreichte sogar ein neues Rekordhoch, obwohl der klassische Index nahezu unverändert aus dem Handel ging.

Diese Rotation deutet auf eine breitere Neubewertung am Aktienmarkt hin. Einerseits bleibt der Optimismus rund um KI hoch, andererseits wächst die Skepsis gegenüber hohen Bewertungen. Das Kapital verteilt sich dadurch stärker über verschiedene Sektoren, während Krypto von dieser Bewegung bislang eher außen vor bleibt. Das passt zu der allgemeineren Verschiebung hin zu traditionellen und an den Dollar gekoppelten Assets, die sich auch am Kryptomarkt zeigt, etwa in der Bevorzugung weniger narrativ getriebener Positionen.

Einfluss makroökonomischer Faktoren auf Krypto

Neben der Rotation am Markt belasten auch kryptospezifische Faktoren die Kurse. Dazu zählen Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs, das vergleichsweise hohe Zinsniveau der Federal Reserve und ein starker Dollar. Bitcoin bewegt sich weiterhin um seinen 200-Wochen-Durchschnitt, einen technischen Indikator, der in der Vergangenheit häufig längere Schwächephasen begleitet hat. Die Kombination aus hartnäckiger Inflation und einer hawkish Fed bleibt damit ein zentraler Belastungsfaktor, wie auch der jüngste Rückgang auf den niedrigsten Stand seit 2024 zeigt.

Analysten verweisen zudem auf ein wiederkehrendes Muster aus kräftigen Rückgängen und anschließenden schnellen Kaufreaktionen. Das spricht für Liquidationen von Margin-Positionen, auf die oft Erholungsbewegungen folgen. Gleichzeitig bleibt die Stimmung unter institutionellen Anlegern angespannt, was den Druck auf den Markt aufrechterhalten und bei gehebelten Tradern weitere Verkaufswellen auslösen könnte.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Für europäische Anleger könnte diese Entwicklung auf eine Phase erhöhter Volatilität am Kryptomarkt hindeuten. Sie wird nicht nur von globalen makroökonomischen Faktoren, sondern auch von veränderten Anlegerpräferenzen beeinflusst. Der aktuelle Fokus auf KI-Aktien und die zurückhaltendere Haltung gegenüber Krypto dürften deshalb auch für die Ausrichtung von Anlagestrategien und das Risikomanagement in den kommenden Monaten relevant bleiben.


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