Krypto-Nutzer verliert 30.000 $ durch manipulierte Hardware-Wallet
Mit Klebstoff, doppeltem Klebeband und einer vorab geladenen Seed-Phrase haben Cyberkriminelle eine Hardware-Wallet geleert.

Mit Klebstoff, doppeltem Klebeband und einer vorab geladenen Seed-Phrase haben Cyberkriminelle eine Hardware-Wallet geleert. Darauf sollten Anleger beim Kauf achten.
Laut Kaspersky-Experten haben Cyberkriminelle 1,33 Bitcoin aus einer manipulierten Hardware-Wallet gestohlen. Die betroffene Person soll keine Transaktionen durchgeführt haben, und das Gerät war nicht einmal mit dem Computer verbunden.
Laut einer Erklärung von Kaspersky gab es bei der Untersuchung der Wallet keine Anzeichen von Manipulation. Anschließend wurde jedoch festgestellt, dass die „zwei Hälften der Wallet mit Klebstoff gefüllt und mit doppelseitigem Klebeband zusammengehalten wurden“.
Außerdem enthielt die Wallet einen anderen Mikrocontroller mit Leseschutzmechanismen. Die Angreifer deaktivierten auch den Flash-Speicher, änderten den Bootloader und entfernten Schutzmechanismen, so Kaspersky.
Außerdem wurde eine willkürlich erzeugte Seed-Phrase durch vorinstallierte Wörter ersetzt. Das machte es den Angreifern einfach, den Diebstahl durchzuführen, während sich die manipulierte Hardware-Wallet im Tresor des Eigentümers befand.
Es ist unklar, um welches Gerät oder welchen Anbieter es geht. Es bleibt abzuwarten, ob die Angreifer gefasst werden können.
Trotz solcher Angriffe haben die Pleiten zentraler Kryptowahrung-Verwahrer deutlich gezeigt: Die Aufbewahrung in Hardware-Wallets bleibt die sicherste Methode, digitale Vermögenswerte zu schützen.
Anleger sollten jedoch nur Wallets von offiziellen und vertrauenswürdigen Quellen kaufen. Wenn das Gerät bereits beschädigt ist, lohnt es sich zu prüfen, ob möglicherweise fehlerhafte Teile vorliegen.