Crypto-Venturedeals um mehr als 60 Prozent gefallen
Die monatliche Anzahl von Venture-Deals im Blockchain-Sektor ist deutlich gesunken.

Die monatliche Anzahl an Venture-Deals im Blockchain-Sektor ist deutlich gesunken. In Februar wurden lediglich 116 private Crypto-Investitionen registriert, eine der niedrigsten Zahlen der letzten Jahre.
Zum Vergleich: Im Oktober waren es noch mehr als 300. Das bedeutet einen Rückgang von über 60 Prozent in nur fünf Monaten.
Venture-Investitionen sind Finanzierungen, die Risikokapitalgebern an junge Unternehmen vergeben. Dafür erhalten sie Anteile am Unternehmen oder, wie bei Blockchain-Projekten oft üblich, Token.
Diese Rückgänge stehen jedoch im Einklang mit den breiteren Marktbedingungen. Vor allem die Handelskonflikte, angestoßen von dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, haben die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten verringert.
Der Rückgang der Venture-Capital-Investitionen ist überall spürbar: Alle Web3-Sektoren verzeichnen im Vergleich zu ihrem Hoch 2024 einen Rückgang der Deals.
Trotz der geringeren Transaktionszahl blieb der Gesamtinvestitionswert im Februar jedoch relativ stabil bei etwa einer Milliarde Dollar.
Im März gab es jedoch eine Ausnahme: der Megadeal zwischen Binance und dem in Abu Dhabi ansässigen MGX. Bei dieser Transaktion wurden mehr als zwei Milliarden Dollar in die Börse investiert.
Obwohl traditionelle Venture-Deals zu kühlen scheinen, entstehen neue Investitionsmodelle. So hat Coinbase Ventures kürzlich eine Investment-Gruppe auf der Echo-Plattform gestartet, die sich auf Base-Projekte konzentriert. Dies ermöglicht einzelnen Händlern, ihre Mittel zu bündeln und gemeinsam in Web3-Projekte zu investieren.
Unterdessen erzählte der Crypto-Investor Haseeb Qureshi kürzlich eine bemerkenswerte Geschichte: Er lehnte 2018 eine Investition in Solana ab. Rückblickend ein gigantischer Fehler – die verpassten Renditen hätten über 325.000 Prozent betragen. Er nannte es daher „der größte Investitionsfehler aller Zeiten.“