David Portnoy: "Gehst du dafür ins Gefängnis?"
Der Gründer des US-Medienunternehmens Barstool Sports, Dave Portnoy, sorgt derzeit für Aufregung in der Krypto-Community.
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Der Gründer des US-Medienunternehmens Barstool Sports, Dave Portnoy, sorgt derzeit für Aufregung in der Krypto-Community. Er hat sich in den Handel mit Memecoins gestürzt. Was zunächst wie eine seriöse Handelsstrategie schien, entpuppte sich rasch als eine auffällig transparente Pump-and-Dump-Aktion, die sich an seine mehr als 3,5 Millionen X-Follower richtet.
Scheinbar von Schuldgefühlen geplagt, fragte er die Community: „Gehst du dafür ins Gefängnis? Kann ich das nicht tun?“
„Kaufe auf eigenes Risiko. Ich habe es gerade gekauft. Ich werde es verkaufen. Kaufe nichts, was du dir nicht leisten kannst zu verlieren.“
In der folgenden Welle von Kritik reagierte er: „An alle Shitcoins-Nutzer, die jetzt weinen: Wir kennen alle Regeln. Wir versuchen alle, Geld zu verdienen. Niemand führt jemanden absichtlich in die Irre. Wenn du Shitcoins kaufst und verkaufst, musst du darauf vorbereitet sein, dass du deine Investition verlierst. Das ist ein Risiko.“
Als Reaktion auf die vom Community als kriminell eingestufte Handelsaktivität des Influencers wurde – wie üblich in den Zeiten von pump.fun – eine Memecoin geschaffen: Stool Prisondente. Dieser Name ist eine Anspielung auf Portnoys X-Handle, @stoolpresidente, und der Coin wurde unter dem Tickersymbol $JAILSTOOL an der Börse gehandelt.
Laut Gecko Terminal stieg diese Memecoin auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 267 Millionen Dollar, nachdem Portnoy sie stark beworben hatte und sie sogar an der Krypto-Börse Kraken gelistet wurde. Inzwischen ist der Wert jedoch auf etwa 80 Millionen Dollar gefallen.
Schon 2020 sagte Portnoy während eines Livestreams, in dem er Memecoins handelte: „Was mir an Pump-and-Dumps bei Kryptowährungen so gut gefällt, ist, dass sie gefördert werden. Das mache ich nicht am Aktienmarkt wegen dieser kleinen SEC-Typen…, aber in Crypto kannst du den ganzen Tag pumpen und dumpen.“
Trotz der berechtigten Kritik trifft Portnoy eine empfindliche Saite.
Schließlich bewerben zahllose Influencer Tokens bei ihren Followern und verkaufen sie anschließend – während sie auf Social Media das Langzeitpotenzial der Coin preisen.
Eine gewisse Heuchelei lässt sich also nicht leugnen.