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Delaware macht Schritte für ein komplettes Verbot von Krypto-Automaten

Delaware will Krypto-Automaten nach einem starken Anstieg von Betrug und hohen Kosten komplett verbieten. Lies weiter, was das für Betreiber und den breiteren US-Trend bedeutet.

Delaware macht Schritte für ein komplettes Verbot von Krypto-Automaten

Wichtigste Erkenntnisse

  • Delaware verbietet mit House Bill 441 das Aufstellen, Besitzen und Betreiben von Cryptocurrency-Automaten.
  • Gesetzgeber nennen Betrug, hohe Transaktionskosten und Beschwerden vor allem älterer Opfer als wichtigste Gründe.
  • Bestehende Automaten müssen abgeschaltet und innerhalb von 90 Tagen entfernt werden, Verstöße können Rückzahlungen oder Abgaben an einen Staatsfonds nach sich ziehen.

Delaware bereitet sich auf ein komplettes Verbot von Cryptocurrency-Automaten im Bundesstaat vor. Mit der Verabschiedung von House Bill 441 wird es verboten, Krypto-Automaten aufzustellen, zu besitzen oder zu betreiben. Die Maßnahme geht auf Sorgen zurück, dass diese Maschinen immer häufiger von Betrügern missbraucht werden, und auf die hohen Kosten, die bei Transaktionen über diese Kioske anfallen.

Gründe hinter dem Verbot von Krypto-Automaten

Die Gesetzgeber in Delaware, darunter die Abgeordnete Cyndie Romer und Senator Spiros Mantzavinos, verweisen auf den starken Anstieg von Beschwerden und Verlusten durch Betrug über Krypto-Automaten. Das FBI Internet Crime Complaint Center registrierte 2025 mehr als 13.400 Beschwerden im Zusammenhang mit diesen Kiosken, mit einem Gesamtschaden von über $388 Millionen (€336 Millionen). Allein in Delaware wurden im vergangenen Jahr 181 Beschwerden zu Kryptowährungen und 255 zu Wallets eingereicht, mit einem gemeinsamen Verlust von fast $26,9 Millionen (€23,3 Millionen). Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte dieser Beschwerden von Menschen über 50 Jahren kam.

Außerdem betont Romer, dass die Kosten für Transaktionen über diese Automaten deutlich höher sind als bei Online-Exchanges. Während Online-Plattformen in der Regel Gebühren zwischen 0,4% und 1% verlangen, können die Kosten bei Krypto-Automaten auf bis zu 20% steigen. Ihrer Ansicht nach sind diese Kioske deshalb vor allem eine "räuberische Art, verletzlichen Gruppen Geld aus der Tasche zu ziehen".

Auswirkungen und weitere Entwicklungen in den USA

Delaware reiht sich damit in rund dreißig andere Bundesstaaten ein, die seit 2023 Gesetze verabschiedet haben, um Krypto-Automaten zu regulieren oder zu verbieten. Bundesstaaten wie Indiana und Tennessee haben sogar ein vollständiges Verbot eingeführt. Diese zunehmende Regulierung hat bereits zum Konkurs von Bitcoin Depot geführt, einst der größte Betreiber von Krypto-Automaten in den USA, der im Mai Chapter 11 beantragte und sein Netzwerk wegen der wachsenden Einschränkungen und Klagen offline nahm.

In Delaware müssen bestehende Krypto-Automaten den Betrieb sofort einstellen, sobald das Gesetz in Kraft tritt, und innerhalb von 90 Tagen physisch entfernt werden. Betreiber, die Gebühren aus illegalen Transaktionen einziehen, riskieren, diese Beträge zurückzuzahlen oder an einen Staatsfonds abzuführen. Das Gesetz erweitert außerdem die Haftung auf Personen, die wissentlich Krypto-Transaktionen über Verkaufsstellen oder Kassenmitarbeiter ermöglichen, um mögliche Schlupflöcher zu schließen.

Relevanz für europäische Krypto-Leser

Die Entwicklungen in Delaware zeigen einen breiteren Trend zu strengeren Regeln rund um Krypto-Automaten, der auch in Europa relevant sein könnte. Europäische Aufsichtsbehörden beobachten ähnliche Sorgen rund um Verbraucherschutz und Betrug. Das Verbot in Delaware kann deshalb ein Hinweis auf mögliche künftige Maßnahmen in anderen Jurisdiktionen sein, bei denen verletzliche Gruppen stärker vor irreführenden oder teuren Krypto-Diensten geschützt werden.


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