Deutsche Bank steigt in die Krypto-Verwahrung ein
Die Deutsche Bank bereitet sich auf einen ernsthaften Einstieg in die Kryptowelt vor.

Dieutsche Bank bereitet sich auf einen ernsthaften Einstieg in die Kryptowelt vor. Ab 2026 will die deutsche Großbank institutionellen Kunden eine regulierte Verwahrungslösung für Kryptowährungen anbieten. Das meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Ziel? Ein sicherer und verlässlicher Zugang zu digitalen Vermögenswerten für professionelle Anleger.
Ein Sprecher der Deutschen Bank betont die Ambitionen: "Wir wollen ein umfassendes, zuverlässiges und reguliertes Angebot für Crypto-Verwahrung aufbauen." Welche Kryptowährungen unterstützt werden sollen, ist bislang noch unbekannt. Klar ist jedoch, dass die technische Infrastruktur in Zusammenarbeit mit Bitpanda entwickelt wird.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Bank ihre Zehen ins digitale Wasser steckt. In den USA arbeitet die Deutsche Bank bereits mit Standard Chartered an Krypto-Lösungen. Zudem entwickelt das Institut ein eigenes Layer-2-Netzwerk auf Ethereum und läuft ein Pilotprojekt mit tokenisierten Real-World-Assets. Unterdessen nutzt die DZ Bank, Teil der Genossenschaftsbanken-Gruppe, die Ripple-Technologie zur Abwicklung digitaler Vermögenswerte.
Die Deutsche Bank folgt mit diesem Schritt einem Trend großer Banken in Europa und den USA, die ihre Zurückhaltung gegenüber Krypto immer schneller aufgeben. Der Schritt kommt zu einem Moment, in dem traditionelle Finanzinstitute in Deutschland ihre konservative Haltung gegenüber Bitcoin und Konsorten lockern.
Letzte Woche kündigte die Sparkassen-Finanzgruppe gemeinsam mit der Dekabank an, eine niedrigschwellige Krypto-Plattform für ihre 50 Millionen Kunden aufzubauen. Privatanleger werden dort künftig einfach Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen kaufen und verkaufen können – eine deutliche Kursänderung für die traditionell vorsichtige Sparkassen-Gruppe. Auch Volksbanken und die Schweizer Postbank sind schon länger im Krypto-Segment aktiv.
Auf der anderen Seite des Atlantiks sind die Entwicklungen bereits ebenso ehrgeizig. Großbanken wie JPMorgan und Bank of America arbeiten an ihren eigenen Stablecoins und bauen schrittweise an einem neuen Finanzsystem auf. Die Botschaft ist eindeutig: Krypto ist kein Hype mehr, sondern ein fester Bestandteil der Zukunft des Finanzsektors.