Das wird diese Woche für Bitcoin und Krypto wichtig
Der Bitcoin-Preis profitiert von einem positiven Jahresstart an der Wall Street und steigt innerhalb einer Woche um sechs Prozentpunkte auf über 98.000 US-Dollar.

Der Bitcoin-Preis profitiert von einem positiven Jahresstart an der Wall Street und steigt innerhalb einer Woche um sechs Prozentpunkte auf über 98.000 US-Dollar. Auch Altcoins profitieren vom Aufschwung der führenden Kryptowährung. Ob der Kryptomarkt seinen starken Jahresstart in der kommenden Handelswoche fortsetzen kann und welche Wirtschaftsdaten in den nächsten Tagen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen, besprechen wir in diesem Überblick.
Wichtige Wirtschaftsdaten der Woche
Die zweite Handelswoche im Januar wird von Daten vom US-Arbeitsmarkt bestimmt. Zuerst erscheint morgen, am Dienstag, der aktuelle JOLTS-Stellenbericht. Mitte der Woche folgen die Protokolle der letzten Zinssitzung der Federal Reserve. Am Ende der Woche, am Freitag, werden die US-NFP-Arbeitsmarktdaten und die neuesten Arbeitslosenzahlen veröffentlicht. Außerdem werden Marktteilnehmer in der neuen Handelswoche aufmerksam den Aussagen mehrerer US-Notenbanker bei deren Reden lauschen.
JOLTS-Stellenbericht zu Wochenbeginn
Dienstag, 7. Januar 2025: Morgen, am Dienstag, veröffentlicht das Bureau of Labor Statistics um 16:00 Uhr (MEZ) den neuesten JOLTS-Stellenbericht für den Monat November. Zuletzt lag die Zahl der offenen Stellen mit 7,744 Millionen über den Erwartungen der Experten von 7,510 Millionen. Für die aktuellen Zahlen erwarten Analysten einen leichten Rückgang der unbesetzten Stellen gegenüber dem Vormonat auf 7,770 Millionen. Wenn US-Unternehmen nach einer Erholung im Oktober erneut eine ähnliche Zahl an Arbeitsplätzen geschaffen haben wie zuletzt und die Prognose der Experten übertreffen, könnte das auf eine sich verbessernde Lage am zunehmend angespannten US-Arbeitsmarkt hindeuten.
Ein starker JOLTS-Bericht könnte sich positiv auf den zuletzt schwachen Aktienmarkt auswirken und anschließend auch die Kryptopreise stützen. Sollten die Zahl der neuen Stellen jedoch wie von Analysten erwartet gefallen sein und sogar unter den Prognosen der Experten liegen, könnte das ein weiteres Warnsignal dafür sein, dass sich die Lage in der US-Wirtschaft weiter verschlechtern könnte. Das könnte zu anhaltenden Kurskorrekturen sowohl an den Aktienmärkten als auch im Kryptosektor führen.
FOMC-Protokolle zur Wochenmitte am Mittwoch
Mittwoch, 8. Januar 2025: Um 20:00 Uhr veröffentlicht die US-Notenbank Fed die Protokolle ihrer letzten Zinsentscheidung vom 18. Dezember. Anleger hoffen nach der hawkischen Rede von Fed-Chef Powell auf weitere Details zur künftigen Zinspolitik der Fed. Powell hatte nicht signalisiert, ob die Zinsen bei der nächsten Sitzung erneut angepasst werden. Die Fed wird die Datenlage genau beobachten und nicht überstürzt handeln, was anschließend zu deutlichen Verkäufen am Markt führte.
Laut dem CME-Watch-Tool erwarten derzeit nur 11 Prozent der Marktteilnehmer eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte zum Monatsende Januar. Die Entwicklung der zuletzt wieder anziehenden Erzeuger- und Verbraucherpreise dürfte darüber entscheiden, ob die US-Notenbanker ihren bisherigen Kurs beibehalten. Enthalten die Protokolle neue Details zur Haltung der Fed-Mitglieder, dürfte die Handelsvolatilität an den Märkten deutlich zunehmen.
US-Arbeitsmarktbericht und Arbeitslosenquote zum Wochenausklang
Freitag, 10. Januar 2025: Am letzten Handelstag der Woche präsentiert das Bureau of Labor Statistics um 14:30 Uhr (MEZ) die neuesten US-Nichtlandwirtschaftsarbeitsmarktzahlen für den vergangenen Dezember. Mit 227.000 lag die Zahl der zuletzt geschaffenen neuen Stellen leicht über der Prognose von 202.000 neuen Jobs. Bereits im Oktober, mit nur 12.000 geschaffenen Stellen, war die Zahl der neuen Arbeitsplätze so niedrig wie seit Januar 2021 nicht mehr. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich der Arbeitsmarkt weiter stabilisiert hat oder, wie von Experten erwartet, nur 154.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wurden. Wird die Analystenprognose nur erreicht oder sogar verfehlt, wird die Fed den Arbeitsmarkt weiter genau beobachten.
Schwache NFP-Berichte führten in der zweiten Hälfte des vergangenen Handelsjahres zu verstärkten Verkäufen bei risikobehafteten Anlagen, was auch den Kryptomarkt belasten könnte. Sollte die Analystenprognose jedoch wie im Vormonat übertroffen werden und sich der US-Arbeitsmarkt überraschend robust zeigen, könnte das der Fed mehr Spielraum bei ihren geldpolitischen Entscheidungen verschaffen. Profitieren die US-Aktienkurse von starken Arbeitsmarktdaten, könnte anschließend auch der Bitcoin-Preis steigen.
Gleichzeitig wird die US-Arbeitslosenquote für den vergangenen Dezember veröffentlicht. Im November lag die Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent innerhalb der Expertenprognose. Für den Vormonat erwarten Analysten eine unveränderte Quote von 4,2 Prozent. Liegt die Dezember-Arbeitslosenquote über der Analystenerwartung, wird die Fed die Verschlechterung in ihre künftigen geldpolitischen Entscheidungen einbeziehen. Ein sich verschlechternder Arbeitsmarkt könnte Anleger, wie in den vergangenen Monaten, dazu veranlassen, sich weiter von risikobehafteten Anlageklassen abzuwenden. Sollte die Arbeitslosenquote hingegen stagnieren oder sogar entgegen der Prognose fallen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sich die Lage am US-Arbeitsmarkt wieder aufhellt. Ein unerwartet starker Rückgang der Arbeitslosigkeit könnte Anleger dazu veranlassen, mehr risikobehaftete Anlagen zu kaufen.