Edward Snowden kritisiert Coinbase wegen der Einhaltung von Vorschriften
Whistleblower Edward Snowden macht sich Sorgen über die enge Beziehung von Coinbase zu Aufsichtsbehörden und vergleicht die Börse mit Facebook.

Whistleblower Edward Snowden äußert sich besorgt über die enge Beziehung von Coinbase zu Aufsichtsbehörden und vergleicht die Börse mit Facebook.
Der frühere NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden hat scharfe Kritik an der amerikanischen Kryptobörse Coinbase geäußert, wegen ihres Umgangs mit Nutzerdaten und ihrer engen Beziehung zu den Aufsichtsbehörden.
Giftig und peinlich
In einem Interview nannte Edward Snowden das strenge Streben von Coinbase nach Identifikations- und Geldwäschegesetzen "giftig und peinlich". Die Compliance-Strategie der Kryptobörse, so sagte er, treibt durch seine Maßnahmen Zentralisierung und Datenlecks voran. Der Whistleblower verglich den Aufstieg der Kryptobörse mit einer zentralen Einführung, mit dem ersten Social-Media-Giganten Facebook. Laut Snowden wurde die Plattform von einigen "unwissenden" Nutzern als das Internet selbst angesehen. Ohne dass sie es wussten sammelte Facebook enorme Mengen an Daten und Informationen, sagte Snowden. Nach dem Whistleblower steht der Kryptosektor eine ähnliche Entwicklung bevor. Vor allem, weil Unternehmen wie Coinbase und Regierungen, die sich der Branche angeschlossen hatten, "die Interessen der Nutzer vernachlässigten".
Kryptosektor in Gefahr
Snowden behauptete auch, dass der Kryptosektor Gefahr liege, die Fehler zu wiederholen, die die Internetbranche in den Anfängen von Web 2.0 bei ihrer globalen Anpassung gemacht hatte. Snowden beschuldigte Coinbase, "die Regulierung über den Idealen der Blockchain zu stellen". Das fördert den Gewinn, aber hilft der Gesellschaft nicht, so Snowden.
Darüber hinaus sei die Überwachung von Nutzerdaten und -verhalten nicht Aufgabe von Kryptobörsen, sondern von Regierungen oder Polizei. Er rief daher alle Kryptobörsen dazu auf, sich strategischer auszurichten. Sie müssten auch den Sektor verlassen und Platz machen für die Protokolle und Werte, auf denen der Sektor aufgebaut ist. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Edward Snowdens Kritik auf offene Ohren stoßen wird."