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Ether-ETFs verringern die Dezentralisierung

Ether-ETFs sind umstritten. Experten warnen nun vor neuen Risiken für die Ethereum-Blockchain und vor der Rolle, die Coinbase dabei spielt.

Ether-ETFs verringern die Dezentralisierung

Ether ETFs sind umstritten. Experten warnen nun vor neuen Risiken für die Ethereum-Blockchain und vor der Rolle, die Coinbase dabei spielt.

Während der ETH-Preis kürzlich über 3.000 USD gestiegen ist, äußern Analysten des Ratingunternehmens S&P Global ihre Besorgnis über einen Ether ETF. Falls die neuen Spot-ETFs eine Staking-Option enthalten, könnten sie "neue Konzentrationsrisiken" mit sich bringen, sagen sie.

In einem Bericht warnen sie davor, dass der Einstieg von Finanzriesen wie BlackRock oder Fidelity in den Markt über Ether ETFs das Machtgleichgewicht der Validatoren im Ethereum-Netzwerk erheblich verändern könnte. Einige ETF-Antragsteller, darunter Franklin Templeton, könnten das Staking in den neuen Fonds ermöglichen wollen. Laut S&P Managing Director Andrew O'Neill könnte dies massive Auswirkungen auf die Validatoren haben, die am Konsensmechanismus des Ethereum-Netzwerks teilnehmen.

Derzeit ist Lido als dezentralisiertes Staking-Protokoll immer noch gut für etwa ein Drittel der ETH in Verwendung und damit der größte Ethereum-Validator. Der Bericht zweifelt jedoch daran, ob ETF-Emittenten sich für dezentrale Staking-Protokolle entscheiden werden.

Stattdessen scheint eine Tendenz zu institutionellen Krypto-Verwahrern wahrscheinlicher. Besonders der Konzentrationsrisiko von Coinbase, das als potenzieller Verwahrdienstleister für einige ETF-Anwendungen genannt wird, wird betont.

Die Krypto-Börse Coinbase ist derzeit verantwortlich für etwa 15 Prozent der ETH-Stakes und damit nach Lido der größte Validator. Sie dient auch als Verwahrer für drei der vier größten Ether-ETFs außerhalb der USA.

Diese Fragen sind relevant, weil das Vertrauen auf eine einzige Institution das Risiko von Angriffen und Fehlern bei der Validierung erhöhen könnte. Der Aufstieg neuer Verwahrer für digitale Vermögenswerte könnte ETF-Emittenten eine Möglichkeit bieten, ihre Bestände breiter zu streuen. Die SEC muss bis zum 23. Mai eine Entscheidung über den Antrag von VanEck treffen.


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