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Bitcoin-ETFs könnten Gold verdreifachen, sagt Balchunas

Balchunas verweist auf jüngere Anleger, institutionelle Zuflüsse und die Distribution über BlackRock und Fidelity. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verwalten bereits mehr als 1,26 Millionen BTC.

Bitcoin-ETFs könnten Gold verdreifachen, sagt Balchunas

Wichtigste Erkenntnisse

  • Eric Balchunas hält es für möglich, dass Bitcoin-ETFs am Ende dreimal so viel Vermögen verwalten könnten wie Gold-ETFs.
  • Als Gründe nennt er jüngere Anleger, mehr institutionelles Geld und eine starke Distribution über große Anbieter.
  • US-amerikanische Bitcoin-ETFs halten derzeit rund 1,26 Millionen BTC, während BlackRocks iShares Bitcoin Trust mehr als 780.000 BTC verwaltet.

Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas sagt, dass Bitcoin ETFs am Ende dreimal so viel Vermögen halten könnten wie Gold-ETFs. Das ist eine klare Aussage, zumal Goldfonds Ende August noch rund 615 Milliarden Dollar (536 Milliarden Euro) verwalteten. Sollte dieser Vergleich aufgehen, würde das Vermögen in Bitcoin-ETFs in Richtung 1,85 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) steigen.

Warum Balchunas das denkt

Balchunas nennt drei Gründe für seine Erwartung. Erstens hat Bitcoin eine jüngere Nutzergruppe. Eine Pew-Umfrage aus 2026 zeigte, dass 26% der Amerikaner zwischen 18 und 29 Jahren Krypto genutzt hatten, gegenüber 10% der Über-50-Jährigen. Nach seiner Einschätzung könnte diese jüngere Gruppe im Laufe der Zeit mehr Vermögen verwalten.

Außerdem sieht er noch Spielraum für institutionelles Geld. Professionelle Anleger machten im ersten Quartal rund 21% des US-amerikanischen Bitcoin-ETF-Markts aus. Anlageberater hielten damals das Gegenwert von 150.000 BTC, während sich das Engagement der Banken auf Jahresbasis vervierfacht hatte.

Auch die Distribution spielt eine Rolle. US-Fonds zogen seit dem Start rund 54,6 Milliarden Dollar (47,6 Milliarden Euro) an Nettozuflüssen an, unter anderem weil Anbieter wie BlackRock und Fidelity Bitcoin über traditionelle Anlagekanäle anbieten. Seit die ersten US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 genehmigt wurden, ist der Markt zudem stark gewachsen. Ende August 2025 lag der gemeinsame Wert von Bitcoin-ETFs und Goldfonds bereits über 500 Milliarden Dollar (436 Milliarden Euro).

Die Geldströme bleiben dabei allerdings schwankend: Bitcoin-ETFs sehen zweiten Abflusstag, Ether und XRP im Plus zeigte kürzlich, wie schnell Anleger zwischen Fonds wechseln können.

Was das für Bitcoin bedeutet

Es gibt keine saubere Formel, um ETF-Vermögen direkt in einen Bitcoin-Kurs umzurechnen. Neue Zuflüsse und Kursanstiege laufen ineinander. Eine einfache Rechnung zeigt aber, wie groß der Schritt ist, den Balchunas skizziert. US-Fonds halten derzeit rund 1,26 Millionen BTC, also mehr als 6% des gesamten Angebots.

Wenn sich diese Menge an Coins auf 2,52 Millionen BTC verdoppeln würde und das ETF-Vermögen auf 1,85 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) steigen würde, müsste Bitcoin bei rund 732.000 Dollar (637.600 Euro) gehandelt werden. Bei einer Verdreifachung des ETF-Bestands auf 3,78 Millionen BTC läge der implizite Preis bei etwa 488.000 Dollar (425.000 Euro). Das ist kein Kursziel, sondern eine Illustration der Größenordnung, die nötig wäre, um Goldfonds zu erreichen.

Bedeutung für europäische Anleger

Für europäische Kryptonutzer ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie stark Bitcoin inzwischen über regulierte Anlageprodukte gehandelt wird. Der größte Spot-Bitcoin-ETF, BlackRocks iShares Bitcoin Trust, verwaltet inzwischen mehr als 780.000 BTC und hält damit einen großen Teil des Markts. Das unterstreicht, wie wichtig ETF-Ströme für den breiteren Bitcoin-Markt geworden sind, auch außerhalb der USA.


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