Ethereum Foundation unter Beschuss nach Anschuldigungen geheimer Teams
Einer der wichtigsten Entwickler von Ethereums beliebtster Software-Client Geth, Péter Szilágyi, beschuldigt die Ethereum Foundation, geheime Entwicklungsteams aufgebaut zu haben und systematisch sein Team zu untergraben.

Einer der wichtigsten Entwickler von Ethereum’s beliebtester Software-Client Geth, Péter Szilágyi, beschuldigt die Ethereum Foundation, geheime Entwicklungsteams aufgebaut zu haben und sein Team systematisch zu untergraben. Szilágyi arbeitete jahrelang an Geth innerhalb der Stiftung, sagt aber, dass er kürzlich entlassen wurde, nachdem er Fragen zur Existenz eines zweiten, geheimen Entwicklungsteams gestellt hatte.
Geheimes Geth-Team beim Mitbewerber
Laut Szilágyi begann die Ethereum Foundation heimlich ein zweites Geth-Team innerhalb des Unternehmens Nethermind zu bilden, ohne das ursprüngliche Team darüber zu informieren. In einem Beitrag auf X schreibt er:
"EF startete und finanzierte ein zweites Geth-Team innerhalb Nethermind. Eine '100% unabhängige Abspaltung von uns, ohne beabsichtigte Zusammenarbeit', so Josh Stark, und sie sagten es mir, Felix und Martin erst, als ich es im November 2025 entdeckte."
Szilágyi korrigierte sich später und sagte, dass es um 2024 ging. Er behauptet, dass er nach einem Gespräch darüber mit Josh Stark, einem Vertreter der Stiftung, sofort entlassen wurde.
Versuche, Teammitglieder abzuwerben
Laut Szilágyi versuchte die Ethereum Foundation sein Team auch auf andere Weise zu schwächen:
- Entwickler wurden dazu ermutigt, bei anderen Unternehmen zu arbeiten
- Es wurde vorgeschlagen, Gehälter zu senken
- Die Stiftung soll sogar 5 Millionen Dollar angeboten haben, um das Team als privat geführtes Unternehmen weiterführen zu lassen
Diese Schritte seien nach seiner Ansicht Teil einer breiteren Strategie, die Geth-Entwicklung aus der Stiftung heraus zu verlagern.
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Neue Richtung für die Ethereum Foundation
Am 2. Juni kündigte die Ethereum Foundation selbst an, dass Entlassungen anstehen und der Fokus des Core-Teams sich auf Skalierbarkeit, mehr Speicherplatz (Blobspace) und eine bessere Nutzererfahrung für Ethereum-Anwender verschiebt. Damit hofft die Stiftung, Ethereum für ein breiteres Publikum zugänglicher zu machen.
Auch die Finanzierung ändert sich. Anstatt Ether zu verkaufen, wird die Stiftung künftig Einnahmen aus Zinsen über DeFi-Protokolle generieren. Zusätzlich wird mehr Transparenz geschaffen: Die Stiftung wird regelmäßig Finanzberichte veröffentlichen, in denen Kosten und Reserve aufgeführt sind.
Unruhe in der Community
Die Enthüllungen von Szilágyi sorgen für Aufregung in der Ethereum-Community. Geth ist der meistgenutzte Ethereum-Client, und Spannungen zwischen Entwicklern und der Stiftung könnten das Vertrauen ins Netzwerk beeinflussen.
Es ist noch unklar, wie die Ethereum Foundation auf die Anschuldigungen reagieren wird, aber in der Community wird bereits intensiv über das Gleichgewicht zwischen Dezentralisierung, Transparenz und Kontrolle hinter den Kulissen diskutiert.