Ethereum-Meilenstein: Erstmals mehr ETH im Staking als an Krypto-Börsen
Ein historisches Ereignis für die Ethereum-(ETH)-Gemeinschaft.

Eine historische Entwicklung für die Ethereum (ETH)-Gemeinschaft. Zum ersten Mal befinden sich mehr ETH im Staking als auf zentralen Kryptobörsen.
Kürzlich erreichten die Ethereum-Positionen an Kryptobörsen ein neues Tiefstniveau. Noch nie hielten Investoren so wenig ETH auf zentralen Börsen. Viele von ihnen haben wahrscheinlich beschlossen, ETH selbst zu verwalten oder in Staking-Dienste zu investieren, wegen des FTX-Debakels, der Unsicherheiten bei Binance und dem anti-Krypto-Regulierungsengagement der SEC in den USA. Nun ist erstmals die Menge an ETH im Staking größer als die Menge an ETH, die auf Kryptobörsen gehalten wird. Diese fundamentale Veränderung könnte langfristig einen großen Einfluss auf das Preis-Momentum von Ethereum haben. Eine steigende Staking-Rate und ein schwindendes ETH-Angebot auf zentralen Kryptobörsen machen das Ethereum-Angebot knapper. Bleibt die Nachfrage nach ETH konstant oder steigt sie, übt dies einen positiven Kaufdruck auf den Ethereum-Preis aus. On-Chain-Daten zeichnen derzeit ein zunehmend positiveres Bild für Ethereum.
ETH im Staking übertrifft Börsenreserven
Daten des Kryptowährungsanalyseunternehmens Nansen zeigen diese historische Entwicklung. Derzeit befinden sich etwa 23,81 Millionen ETH im Staking, im Wert von ca. 44,39 Milliarden USD, während nur 23,36 Millionen ETH im Wert von ca. 43,55 Milliarden USD noch auf zentralen Kryptobörsen gehalten werden.
Beide Zahlen machen erstaunlicherweise rund 20 Prozent der gesamten ETH-Menge aus. Zum Vergleich: Zu Jahresbeginn lagen noch mehr als 40 Prozent mehr ETH auf Exchanges als im Staking. Eine auffällige Verschiebung, die die Veränderung der Marktdynamik von Ethereum deutlich zeigt.
Diese Entwicklung hat zu einem Rückgang von ETH auf Exchanges von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn geführt, was etwa 5,1 Millionen ETH oder 9,51 Milliarden USD entspricht. Gleichzeitig ist die Menge ETH, die für Staking verwendet wird, um ein Drittel gestiegen, was einer Zunahme von 5,9 Millionen ETH oder etwas weniger als 11,1 Milliarden USD entspricht.
Immer mehr Anleger ziehen ETH von Börsen ab
Die Schritte der US-Börsenaufsicht SEC gegen zentrale Kryptobörsen wie Coinbase, Binance und Co. waren einer der Hauptgründe, warum ETH-Holdings in den letzten Monaten vermehrt von Börsen zu Staking und privaten Wallets verlagert wurden. Anleger scheinen auf die Sorgen und Unsicherheiten bei der Regulierung zu reagieren und ziehen ihre Ethereum-Holdings von den Börsen zurück.
Außerdem hat das Upgrade von Shapella dazu beigetragen, dass mehr Ethereum gestaked wird, weil die damit verbundenen Risiken gesenkt wurden. Dies hat das Vertrauen der Investoren gestärkt und dazu geführt, dass die Anzahl der Einsätze gestiegen ist.
Ein immer knapper werdendes ETH-Angebot trifft auf steigende Nachfrage
Eine der Folgen dieser Entwicklungen ist, dass der Anteil von ETH, der in Smart Contracts gehalten wird, stark gestiegen ist. Derzeit befinden sich fast 31 Prozent aller ETH in Smart Contracts. Anfang 2023 lag dieser Prozentsatz noch bei etwa 26 Prozent.
Der Anteil ETH in Smart Contracts ist daher ein interessanter Indikator, um die echte Verknappung des ETH-Angebots im Kontext der Reduktion der ETH-Holdings auf zentralen Börsen zu verstehen.
Wenn immer mehr ETH langfristig in Smart Contracts eingespannt wird, zeigt das, dass weniger ETH für aktiven Handel verfügbar ist. Nutzer verwenden ETH in dezentralen Anwendungen wie NFT- und DeFi-Protokollen, zum Beispiel für Yield Farming oder Kreditaufnahmen. Der Anteil ETH in Smart Contracts gibt also Aufschluss darüber, wie Investoren ETH verwenden und zeigt, wie knapp das Ethereum-Angebot tatsächlich ist. Je höher der Prozentsatz, desto geringer ist das verfügbare Angebot am Markt, was fundamental bullisch für den ETH-Preis ist.