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Wie unterscheiden sich die Klagen der SEC?

Die Klagen der SEC gegen Binance und Coinbase haben den Markt erschüttert.

Wie unterscheiden sich die Klagen der SEC?

Die Klagen der SEC gegen Binance und Coinbase haben den Markt erschüttert. Trotz einiger Gemeinsamkeiten sind die Unterschiede groß.

Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat es mit ihren Klagen gegen Binance und Coinbase auf zwei der weltweit größten Kryptobörsen abgesehen. Beide sollen laut der Finanzaufsicht gegen die geltenden US-Gesetze verstoßen haben.

Die Klagen umfassen jeweils mehr als 100 Seiten und weisen an vielen Stellen ähnliche Elemente auf, wie nicht registrierter Wertpapierhandel, Dienstleistungen ohne Genehmigung als Börse, Makler- und Clearingstelle sowie die Gefährdung von Anlegern. Das sind nur einige der Gemeinsamkeiten. Tatsächlich können die Anschuldigungen jedoch kaum unterschiedlicher sein.

Denn obwohl die Anschuldigungen gegen Coinbase ernst sind, scheinen die Vorwürfe gegen Binance deutlich gravierender zu sein. Es liest sich wie ein Actionthriller, während Coinbase eher an ein Sachbuch erinnert. Neben dem Verstoß gegen Wertpapiergesetze steht auch die weltweit größte Kryptobörse im Fokus von Anschuldigungen wegen Wash Trading und Missbrauch von Kundengeldern. SEC-Chef Gary Gensler spricht von einem "Netz von Betrug".

SEC zieht auch "CZ" vor Gericht

Ein weiterer Unterschied wurde von Coinbase-CEO Brian Armstrong in einem Interview mit dem Wall Street Journal herausgestellt: "ich und andere Führungskräfte wurden namentlich in der Anklage genannt."

Binance ist eine andere Geschichte. Neben dem Unternehmen nennt die SEC auch Gründer und CEO Changpeng "CZ" Zhao als Angeklagten. Er soll nicht nur von den Gesetzesverstößen seines Plattform gewusst haben, sondern auch aktiv dazu angeleitet haben.

Dies ist jedoch nicht der einzige Rechtsstreit, mit dem der Binance-CEO konfrontiert ist. Im März reichte die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) eine Klage gegen Binance ein, unter anderem weil angeblich unzureichende Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ergriffen wurden. Auch dort geht es nicht nur um die Kryptobörse selbst, sondern kommt auch Zhaos Name ins Spiel, zusammen mit dem ehemaligen Compliance-Chef Samuel Lim.


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